Der Garten im März –Tipps vom Kreisfachberater
 

Zimmerpflanzen umtopfen
(TN) Wenn die Gefäße der Zimmerpflanzen zu eng geworden sind, kann jetzt im März bei einsetzendem Neutrieb in ein neues Gefäß umgepflanzt werden. Die äußere lockere Erde wird etwas aufgelockert bzw. abgeschüttelt und die Pflanze in eine gute Qualitätserde gesetzt.

Rosen für die neue Saison vorbereiten
Rosen werden so langsam abgehäufelt, bzw. das Deckreisig entfernt, und auch der Schnitt kann beginnen. Bei Beetrosen reichen 3-6 Augen pro Trieb aus. Es bleiben nur starke Triebe stehen. Schwaches und krankes Material wird entfernt. Der Schnitt erfolgt etwa 0,5 cm über einem äußeren Auge. Bei Strauchrosen hängt die Schnittintensität von der gewünschten Höhe der Pflanze ab. Auch eine ungeschnittene Rose wie die Sorte `Westerland` oder `Queen Elisabeth` hat ihre Reize. In der Regel reichen aber 6-10 Triebe für einen locker luftigen Neuaufbau aus, was einen gesünderen Wuchs des Laubes zur Folge hat. Wildrosen und Parkrosen wirken erst dann, wenn sie ihren natürlichen Wuchs entfalten können. Hier entfernt man nur ab und an die alten Triebe an der Basis.

Erste Frühsaaten
Ein milder März lässt bereits die ersten Frühsaaten zu. Radies, Rettich, frühe Gelbe Rüben, Spinat, oder Palerbsen können gegen Ende des Monats schon ausgesät werden. Eine Abdeckung mit Vlies schützt vor späten Kälteeinbrüchen und beschleunigt die Kultur. Im geschützten Gewächshaus sind die ersten Sätze von Salat, Kohlrabi oder Pflanzrettichen in Kombination mit einer Vliesabdeckung schon Anfang März relativ unproblematisch. Die Ballen der jungen Salatpflanzen kommen nur bis zur Hälfte in die Erde. Zusammen mit einer ausreichenden Pflanzweite wird der Salatfäule vorgebeugt. Während Spezialisten schon Mitte Februar mit der Aussaat von Paprika beginnen, hat es bei den Tomaten bis Mitte des Monats Zeit. Bei Zucchini, Gurken und Melonen wartet man am besten noch bis April, sonst werden die Pflanzen zu langhalsig.

Mit Neupflanzungen von Obst nicht zu lange warten
Wer Obstbäume neu pflanzen will, sollte nicht zu lange warten. Der März ist ein guter Termin für die Pflanzung wurzelnackter Pflanzen, denn das Wurzelwachstum beginnt schon bei Temperaturen über 4 Grad. Bevor man zum Kauf schreitet sollte man sich einige grundlegende Gedanken über die Wuchskraft der Unterlage machen. Für kleine Hausgärten bieten z.B. die Apfelunterlagen M27, M9 oder M26 kleine Baumformen, die man gut „in den Griff“ bekommt. Bei Kirschen ist dies z.B. die Unterlage GiSeLa5. Größe und Erziehungsformen können im Lehrgarten des Kreisverbandes am Landratsamt Coburg begutachtet werden. Auch die Sortenwahl spielt eine entscheidende Rolle, die einer guten Beratung oder Erfahrung bedarf. Eine der robustesten Pfirsicharten gegen die Kräuselkrankheit ist z.B. die Sorte `Benedicte`. Sie gilt als selbstfruchtbar und reift ab ca. Mitte August.

Der Schnitt der Obstgehölze kann problemlos bis zum Beginn der Blüte durchgeführt werden. Nach wie vor gilt die Regel: Starker Schnitt starker Trieb. Will man also den Wuchs eines Baumes bremsen, geht man eher behutsam vor oder verlegt den Schnitt am besten in den Sommer. Hier ist zudem eine bessere Wundverheilung zu erwarten.

 


Bescheiden sind die Ansprüche des Blaukissens an den Boden, dennoch bietet die Steingartenpflanze eine beeindruckende Blütenfülle


Zum Verwildern eignen sich besonders die Wildformen der Narzissen,
auch wenn diese in ihrer Blütenfülle nicht so üppig sind.



Zu den klassischen Strukturpflanzen, die auch im Winter für Leben auf der Staudenrabatte sorgen, gehören die großblättrigen Bergenien



Das Hungerblümchen und die Küchenschelle sind die ersten
Highlights im Steingarten

   

Der Lerchensporn und das Buschwindröschen gehören zu den sog.Mullbodenkriechern. Eine natürliche Laubdecke fördert die Ausbreitung von Rhizomen und Samen.

Fotos: Thomas Neder