Die Schneeheide (Erica carnea) – „Farbkleks“ im Wintergarten
 

(TN) Wegen ihrer frühen Blüte, die je nach Witterung und Sorte bereits schon Ende November Anfang Dezember einsetzt, zählt die Schneeheide zu den wichtigsten Nahrungsquellen für Insekten, die auch in der kalten Jahreszeit unterwegs sind. Die Blätter dienen der Ernährung von Wanzen und fast 30 Schmetterlingsarten. Für die Bestäubung sorgen die Insekten. Die Verbreitung der Samen übernimmt der Wind.

Die meisten Heidepflanzen gedeihen am besten in einem sauren Medium und wachsen am Naturstandort häufig auf tiefgründigen sandigen Böden, die reich mit organischem Material durchsetzt sind. Die Faserwurzeln reichen bis in große Tiefen und leben in einer Gemeinschaft (Symbiose) mit einem Wurzelpilz.
Die Schneeheide gedeiht prächtig in voller Sonne. Sie wächst im Gegensatz zu ihrer im Sommer blühenden Schwester auch auf kalkreichen Kalkböden, wenn diese tiefgründig sind, viel organische Substanz besitzen und im Sommer nicht völlig austrocknen. Die Besenheide hingegen braucht einen sauren Standort.

Um auch im nächsten Jahr einen kompakten gedrungenen Wuchs zu erreichen, sollte die Pflanze nach der Blüte um etwa 1/3 heruntergeschnitten werden. Ein ungebremster Wuchs führt zwangsläufig zum Verkahlen. Eine ansprechende optische Wirkung erzielt man am besten mit einer größeren Gruppenpflanzung.
Den interessanten Winterblüher, der auch in roten und rosa Sorten im Handel erhältlich ist, findet man in vielen Teilen Europas - vor allem in den Alpen, aber auch im Alpenvorland. Eine sehr schöne Kombination ergibt die Nachbarschaft roter Schneeheidesorten mit der Stinkenden Nieswurz (Helleborus foetidus).

 


Eine sehr schöne Kombination ergibt die Nachbarschaft roter Schneeheidesorten mit der Stinkenden Nieswurz (Helleborus foetidus)
Die Schneeheide gedeiht prächtig in voller Sonne. Sie wächst im Gegensatz zu ihrer im Sommer blühenden Schwester der Besenheide auch auf kalkreichen Kalkböden.

Fotos: Thomas Neder