Die Mispel – Ein fast vergessenes Wildobst
 

(TN) Mispeln kamen vor etwa 2000 Jahren über die Alpen zu uns und wurden schon lange in der Volksheilkunde verwendet. Der Strauch ist selbstfruchtbar und gilt als gute Bienenweide.

Bevorzugt wird ein eher trockener kalkhaltiger Standort. Jungpflanzen sind etwas frostgefährdet. Wegen seiner auffallend großen weißen Schalenblüten und den lange am Strauch bleibenden Früchten ist er auch im Winter als dekoratives Element im Hausgarten interessant.

Ungeschnitten entwickelt sich die Mispel zu einem baumartigen Strauch mit sparrigem langsamen Wuchs. Leichte Korrekturschnitte können sinnvoll sein.

Ähnlich wie beim Speierling werden die Früchte als Zusatz zum Apfelwein verwendet. Durch ihren hohen Pektingehalt verleihen sie Marmeladen eine ausgeprägtere Gelierkraft. Sie können auch in eine Zucker-Essiglösung eingelegt werden. Roh schmecken sie nur bedingt nach den ersten Frösten, wenn der hohe Gerbstoffgehalt der Frucht etwas abgebaut wurde.

Die Mispel ist die letzte Frucht, die im Obstlehrgarten des Kreisverbandes am Landratsamt in Coburg reift. Der Kreisverband möchte darauf hinweisen, dass die Anlage ab sofort bis zum 31. März 2009 geschlossen ist.

 
 

Fotos: Thomas Neder