Die Lauchminierfliege – Ein neuer Schädling im Hausgarten
 

(TN) In den letzten Jahren treten in den Gemüsegärten vermehrt Schäden am Lauch durch die Lauchminierfliege auf. Gerade jetzt zur Erntezeit wird bei der Verwertung der vermeintlich leckeren Porreestiele der Schaden in Form brauner Fraß- bzw. Miniergänge erst richtig sichtbar. Zum Teil platzen die Miniergänge auf und es kommt zur Fäulnis. Die Pflanzen verderben dann recht schnell. Im Schaft findet man oft die braunen Tönnchenpuppen oder die weißen bis gelblichen Larven der Minierfliege.

Ein sicheres umweltschonendes Mittel gegen den lästigen Schädling ist nach wie vor der fachmännische Einsatz eines Gemüseschutznetzes. Hierbei ist auf eine sorgfältige Abdeckung der Ränder zu achten. Da neben einer Frühjahrsgeneration ab August auch eine Herbstgeneration auftritt, ist es ratsam, das Netz bis zum Ende der Kultur auf den Pflanzen zu belassen. Bei günstiger Witterung kann sich sogar noch eine dritte Generation entwickeln.

Wer ganz sicher gehen will, spannt das Gemüseschutznetz über Bügel, um ein direktes Aufliegen auf den Pflanzen und damit eine indirekte Eiablage des Schädlings zu vermeiden.

Auch dem Wechsel der Kulturflächen kommt eine entscheidende Bedeutung zu. Da der Schädling als Tönnchenpuppe im Boden oder in überwinternden Pflanzen die kalte Jahreszeit überdauert, schlüpft die Lauchminierfliege bei einem Anbau auf gleicher Fläche natürlich auch unter dem Netz. Die Pflanzen weisen dann in Folge auch trotz Netz Schadsymptome auf.

 
    
Im Schaft des Porree findet man jetzt zu Erntezeit oft die braunen Tönnchenpuppen der Lauchminerfliege

Fotos: Thomas Neder