Sortenvielfalt erhalten
Kreisverband für Gartenbau bietet wieder Bestelllisten von Veredlungsreisern an
 

(TN) Die Palette der heute im Handel erhältlichen Apfel-, Birnen-, Kirschen- und Zwetschgensorten ist mehr als bescheiden im Vergleich zur üppigen Sortenvielfalt, die im Bereich der Streuobstwiesen und der Hausgärten angebaut werden. Aber auch hier nimmt die große Zahl unterschiedlichster Formen, Farben und Geschmäcker leider ab.

Konnte man früher beim Apfel zielsicher die besten Sorten zum Backen, Braten, zur Herstellung von Apfelmus, zum Lagern, zum Mosten oder zum Frischverzehr auflisten, so ist dieses Wissen um die typischen Stärken der einzelnen Sorten leider fast schon abhanden gekommen. Wer kennt schon noch den edelaromatischen Signe Tillisch, den spätblühenden Taffetapfel oder den schmackhaften Croncels aus dem sich ein wunderbares Apfelmus und bekömmlicher mundiger Apfelsaft herstellen lässt?

Um die genetische Sortenvielfalt zu erhalten, und die Erfahrung mit alten Sorten neu zu beleben, bietet der Kreisverband Coburg für Gartenkultur und Landespflege e.V. interessierten Gartenfreunden im Winter/Frühjahr 2008/2009 wieder seinen Reiserservice an.

Gerade jetzt, wenn es wieder ruhiger in den Gärten wird, liegt es nahe, über die eine oder andere Umveredlung oder über die Erziehung eines eigenen Baumes nachzudenken

Umfangreiche Reiserlisten mit Reisern aus Forchheim, Triesdorf und dem Obstmuttergarten in Einberg können ab Dezember bei Kreisfachberater Thomas Neder am Landratsamt Coburg angefordert werden. Nach Bestellung der Reiser, die bis Ende Januar abgeschlossen sein muss, werden die Reiser im Reiserkeller in Ebersdorf eingelagert und im April ausgegeben. Die genauen Termine werden noch rechtzeitig veröffentlicht.

 
    
Die Variabilität alter Apfelsorten ist immens. Allein schon unter den vielen Lokalsorten
der sog. "Hasenköpfe" und bei den "Schafsnasen" gibt es
richtige Hingucker.

Fotos: Thomas Neder