Obstsorten zum Versuchen
Die Bayernkiwi – Ein inhaltsreicher Kalorienzwerg
 

(TN) Die kleinfruchtige Kiwi ist ein ideales Obst zum Naschen im herbstlichen Garten. Im Gegensatz zur großfruchtigen Kiwi ist sie sehr frosthart und kann auch als fruchtende Eingrünung von Pergolen oder Wandspalieren verwendet werden.

Auch wenn Sie erst in den letzten Jahren so richtig in Mode gekommen ist, wurde sie schon vor etwa 70 Jahren durch den Pflanzenkultivateur I.W. Mitschurin züchterisch bearbeitet. Von Natur aus kommt die sog. Bayernkiwi (Actinidia arguta) in China, Korea und Japan vor und ist durch ihre extreme Frosthärte gut an unser Klima angepasst. Kiwis reifen sehr spät und können noch im Oktober geerntet werden.

Die Frucht ist glattschalig und kann im Gegensatz zur großfruchtigen Schwester ohne Schälen direkt vom Strauch geerntet werden. Sie ist auch wesentlich frosthärter. Der Kalorienzwerg enthält mehr Lutein als jede andere Obstart. Lutein gehört zur Stoffgruppe der Carotinoide und wird in der modernen Ernährungslehre hoch geschätzt. Der Geschmack der Bayernkiwi erinnert an eine Mischung aus Bananen, Melonen und schwarzen Johannisbeeren.

Hartreif geerntet halten die Früchte bis zu 3 Wochen im Kühlschrank. Bei 00 C können sie bis zu zwei Monaten gelagert werden.

Die kleinfruchtige Kiwi liebt es vollsonnig und schätzt wie die Clematis einen bedeckten Fuß. Die Pflanze ist von Natur aus zweihäusig. Es gibt also männliche und weibliche Exemplare. Man braucht deshalb mindestens ein Pärchen um Früchte zu ernten. Kiwis entstehen nur an Trieben, die aus dem letzt jährigen Holz wachsen.

Schnittmaßnahmen beschränken sich auf ein Auslichten. Überzählige Langtriebe können komplett entfernt werden. Mit Vollertrag ist erst ab dem fünften bis sechsten Jahr zu rechnen.

 





Ein inhaltsreicher Kalorienzwerg ist die Bayernkiwi. Dank großer züchterischer Anstrengungen gibt es mittlerweile eine Reihe von Sorten wie z.B. die länglich ovale `Issai` oder die rotbackige `Ambrosia`.

Fotos: Thomas Neder