Ungewöhnliche „Wahlverwandtschaft“ zwischen Apfel und Birne
 

Ungewöhnliche „Wahlverwandtschaft“ zwischen Apfel und Birne

(TN) Beim Veredeln oder Pfropfen, wie es landläufig auch genannt wird, werden Edelsorte und Unterlage zu einer neuen Einheit, man könnte fast schon sagen zu einer Art „Zwangsehe“ vereint. Stimmt die Chemie zwischen beiden Partnern, sind z.B. bei Zwetschge die verschiedensten Veredlungskombinationen möglich. Mit der Zwetschge vertragen sich z. B. die Aprikose, der Pfirsich, die Mirabelle, die Mandel oder eben eine andere Zwetschgensorte. Aber Birne auf Apfel geht denn das nun? Die Probe aufs Exempel machte Gartenfreund Hermann Schober aus Fürth am Berg und in der Tat ist sein Veredlungsexperiment geglückt. Auch wenn die Chemie zwischen den beiden Veredlungspartnern auf Grund großer genetischer Unterschiede eigentlich nicht stimmen dürfte, belehrt uns die Natur manchmal eines besseren und lässt die ungewöhnliche „Wahlverwandtschaft“ zwischen Birne und Apfel seit nun etwa 10 Jahren (noch) vortrefflich gedeihen – zur Freude von Hermann Schober.

 
 
Gartenfreund Hermann Schober aus Fürth am Berg vor seinem geglückten Veredlungsexperiment zwischen Apfel und Birne. Links die Birne, rechts der Apfel.

Fotos: Thomas Neder