Pocken auf Birnenblättern – Gartentipp vom Kreisfachberater
 

(TN) In den letzten Jahren tritt an der Birne verstärkt die Birnenpockenmilbe, ein winziger 0,2 bis 0,3 mm großer Schädling, auf. Schon kurz nach dem Austrieb sind die anfangs grünlichen, später dann rötlichen Pocken sichtbar. Färben sich die Pocken braun-schwarz, wandern die Milben auf andere benachbarte Blätter über und befallen diese.

Die winzigen kleinen Milben sind nur anhand Ihrer Symptome zu diagnostizieren. Selbst mit guten Augen wird man sie nicht erkennen. Die Überwinterung erfolgt geschützt zwischen Knospenschuppen. Die Wanderung des Schädlings erfolgt bereits zeitig nach dem Austrieb. Im Laufe des Jahres sind mehrere Generationen möglich.

Bei schwachem Befall können nach dem Austrieb die ersten befallenen Blätter mit der Hand entfernt und entsorgt werden. Gegen die wandernden Milben hilft eine gründliche Austriebsspritzung mit einem biologischen Mittel auf Rapsölbasis. Dieses sollte bereits zum Zeitpunkt des Knospenschwellens eingesetzt werden. Alternativ kann auch eine Behandlung mit Netzschwefel vor und nach der Blüte angewandt werden. Direkt in die Blüte sollte keine Behandlung erfolgen.

 
 
 
 
Fotos: Thomas Neder