Die Scheinhasel - „Blütenkätzchen im Schlüsselblumenoutfit“
 

(TN) Zu den ersten Gehölzen, die im Frühling in den Garten blühen, gehören die Scheinhaseln. Obwohl ihre Blütenkätzchen im Schlüsselblumenoutfit für einen überreichen Blütenflor im Frühlingsgarten sorgen, sind sie bei uns noch weitgehend unbekannt. Das zarte Schwefelgelb der Blüten ist zwar nicht so spektakulär wie bei Forsythien, passt sich aber dezent fast jeder Gartensituation an.

Die Glockenhaseln oder Scheinhaseln haben ihr Verbreitungsgebiet in Japan, China und dem östlichen Himalaya. Die Blüten erscheinen noch vor dem Blattaustrieb je nach Temperatur von Februar bis April an herabhängenden duftenden Kätzchen. Die mit sieben Arten vertretene Gattung bevorzugt neutrale bis saure Böden. Der Boden sollte locker und humos sein. Bis auf Corylopsis pauciflora werden aber auch kalkhaltige Böden toleriert. Die Scheinhaseln sind dankbar für einen Windschutz und lieben einen leicht beschatteten Standort. Von der Jungpflanze bis zur Vollblüte können jedoch einige Jahre vergehen.

Corylopsis pauciflora, auch Winter Scheinhasel oder Niedrige Glockenhasel genannt, wächst langsam und entwickelt sich im Alter zu einem dicht wachsenden Strauch von etwa 2 m Höhe. Die Blüten haben die Form einer Schlüsselblume und duften auch danach. Sie ist die am frühesten blühende Art.

Wer es gerne etwas wuchtiger und höher mag, kann es mit Corylopsis glabrescens versuchen, die zu einem Großstrauch heranwächst.

 
 
 
 
Fotos: Thomas Neder