Die Weinbergstulpe – Eine gelbe Tulpenrarität
 

(TN) Eine selten gesehene Wildtulpenart in den Hausgärten ist die Weinbergstulpe (Tulipa sylvestris). Die gelb blühende Wildtulpe stammt ursprünglich aus Südeuropa und wurde erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts nach Mitteleuropa eingeführt, wo sie im Laufe der Zeit verwilderte. Häufig wurde sie am Rande von Weinbergen heimisch, wo man sie auch heute noch in manchen Regionen findet. Die Wilde Tulpe oder Wald Tulpe, wie sie auch genannt wird, wird 30 bis 45 cm hoch, zählt zu den Frühblühern unter den Tulpen und verbreitet sich durch unterirdischen Ausläufer und Tochterzwiebeln. Auch eine Verbreitung durch Samen ist möglich. Sagt Ihr der Standort zu, siedelt sie sich auch dauerhaft in den Gärten an. Allerdings blüht sie nur an einem sonnigen Standort. Die Blüten stehen einzeln, manchmal auch zu zweit und duften leicht.
In Deutschland ist die Wildtulpe besonders geschützt und steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Im Obstlehrgarten des Kreisverbandes steht sie momentan in Blüte und wird als Unterpflanzung der Weinreben eingesetzt.

 
 
 
 
Fotos: Thomas Neder