Zuckersüßes Honigkraut
 

(TN) Wer zum Süßen seiner Speißen und Gerichte eine Alternative zum Zucker sucht, die noch dazu im eigenen Garten wächst, kann es z. B. mit der Kultur des aus Paraquay stammenden Honig- oder Süßkrautes (Stevia rebaudiana) versuchen.

In Südamerika wird es bei den Urvölkern schon seit langer Zeit als Süßstoff und in der Medizin verwendet. Das Süßkraut gedeiht von Mitte Mai bis Ende September auch in unserem Klima und ist eine interessante Ergänzung unseres bekannten Kräutersortiments. Im Haus kann man das Honigkraut auch während des ganzen Jahres kultivieren.

Stevia, die zur Familie der Korbblütler zählt, wird etwa 1 m hoch, hat weiße Blütendolden und 2-3 cm lange Laubblätter. Zur Anzucht aus Samen sind Temperaturen von 21-23 Grad notwendig. Der Samen sollte nur hauchdünn abgedeckt werden. Eine Vermehrung durch krautige Stecklinge gelingt mit etwas Fingerspitzengefühl ebenfalls.

Stevia ist um ein vielfaches süßer als Zucker, hat jedoch keine Kalorien, und soll laut Untersuchungen sogar den Blutzucker und Blutfettspiegel senken und die Entstehung von Karies verhindern. Verwendet werden die zerkleinerten getrockneten Blätter der jungen Triebe.

Während in der Schweiz eine Einzelzulassung für Stevia-Süßstoffe erteilt wurde, steht eine Zulassung von Stevia Produkten in der EU noch aus.
Saatgutbezugsquelle: Sperli, Jansen, Thompson&Morgan

 
 
Wer zum Süßen seiner Speißen und Gerichte eine Alternative zum Zucker sucht, kann es z. B. mit der Kultur
des aus Paraquay stammenden Honig- oder Süßkrautes (Stevia rebaudiana) versuchen.
Fotos: Thomas Neder