„Berostete“ Zwetschgen
 

(TN) In diesem Jahr treten in vielen Gärten wieder „berostete“ Zwetschgen auf. Die braunen flächigen Verfärbungen werden oft mit einem Pilzbefall in Zusammenhang gebracht, was aber nicht zutrifft. Bei der sog. Berostung handelt es sich lediglich um flächenhaft abgestorbene Zellen der äußeren Fruchthaut im Bereich der sog. Epidermis. Dies hat auf die Verwertbarkeit keine großen Auswirkungen. Über die Ursachen der Berostung wird in Fachkreisen schon länger diskutiert. Die Stärke der Berostung ist zum einen sortenabhängig, kann aber im Hausgarten auch an Kälte- oder Frosteinwirkungen kurz nach der Blüte, Bormangel oder deutlichen Schwankungen in der Wasserversorgung liegen. Gerade der letzte Punkt macht den Obstgehölzen in den letzten Jahren immer mehr zu schaffen.
Abhilfen sind nur mit Einschränkungen möglich. Eine gleichmäßige Wasserversorgung vor allem im Nachblütezeitraum, aber auch sonst im Verlaufe der Vegetationsperiode, wirkt sich positiv auf Größe und Qualität der Früchte aus.

 
 
 
Fotos: Thomas Neder