Obstbaumschnitt ist vorbeugender Pflanzenschutz
 

(TN) Vorbeugender Pflanzenschutz im Obstgarten beginnt bereits mit dem Obstbaumschnitt. Der Spätwinter bis zur Blüte ist der klassische Zeitpunkt für ein Auslichten des Stein- und Kernobstes. In Kombination mit dem Sommerschnitt werden die Schnitteingriffe zeitlich verteilt und die Vorteile beider Varianten vereint.

„Man muss einen Hut durch die Krone werfen können“ hieß es früher bei den alten Obstbauspezialisten. Gerade mit Blick auf einen präventiven Pflanzenschutz, der schon vor oder mit dem Vegetationsbeginn durch einen fachgerechten Schnitt eingeleitet wird, ist dieser viel bediente Satz auch in der heutigen Zeit genauso aktuell wir früher.

Pilze lieben ein feuchtes Umfeld. Nur dann können die Sporen auskeimen und die Blätter oder die Zweige des Baumes befallen. Schorf, Birnengitterrost, Spitzendürre, Fruchtfäule oder Obstbaumkrebs sind nur einige Beispiele, die dem Obstliebhaber zu schaffen machen.

Wird der Baum luftig und locker gehalten und eine robuste Sorte gewählt, sind zumindest die „machbaren Hausaufgaben“ für eine gute Ernte erledigt. Neben dem Ausschneiden mit Obstbaumkrebs befallener Astpartien oder dem Zurücksetzen durch die Spitzendürre eingetrockneter Zweige bei Sauerkirschen, kommt auch dem restlosen Entfernen mit Pilzsporen behafteter Fruchtmumien eine wichtige Bedeutung beim Obstbaumschnitt zu.

Weitere wichtige Infos rund um den Schnitt von Obstgehölzen und Ziersträuchern bietet ein Seminar des Kreisverbandes Coburg für Gartenbau und Landespflege. Der theoretische Teil findet am 19. Februar um 19:00 Uhr im Gasthof Jäger in Haarth statt. Zum praktischen Teil treffen sich die Teilnehmer am 20. Februar um 13:30 Uhr am Obstlehrgarten am Landratsamt.
Wegen der starken Nachfrage sind aus organisatorischen Gründen nur noch einige Plätze frei. Anmeldungen nimmt Kreisfachberater Thomas Neder am Landratsamt Coburg entgegen.

In diesem Zusammenhang weist der Kreisverband darauf hin, dass der Obstlehrgarten ab dem 01. April wieder geöffnet ist. Gruppenführungen sind ab 15 Personen möglich. Um eine rechtzeitige Anmeldung wird gebeten.

 


Mit Pilzsporen behaftete Fruchtmumien sind latente Infektionsquellen für die kommende Gartensaison. Sie sollten gründlich aus den Bäumen entfernt werden.


Obstbaumkrebs ist eine Pilzkrankheit, die je nach Standort und Sorte große Probleme bereiten kann. Befallene Stellen sollten bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten und das infizierte Material entsorgt werden.

 

Praxisnahe Infos rund um den Schnitt von Obstgehölzen und Ziersträuchern bietet ein Seminar des Kreisverbandes Coburg für Gartenbau und Landespflege e.V..

 
Fotos: Thomas Neder