„Stammweißeln“: Fast vergessen - aber sehr wirkungsvoll gegen Frostrisse
 

(TN) An sonnigen Tagen mit starken Frösten in der Nacht, so wie es in den letzten Wochen der Fall war, treten häufig Frostrisse an jungen Obstbäumen auf. Verursacht werden diese Spannungsrisse durch starke Temperaturgegensätze zwischen der sonnenzugewandten und der sonnenabgewandten Seite des Baumes.

Zwar können vitale Obstbäume kleine Frostrisse wieder verheilen, doch offene Wunden bieten immer die Gefahr des Eindringens verschiedenster Holzkrankheiten.

Auf dem Vormarsch ist in der letzten Zeit besonders das Steinobststerben. Nach der Infektion sterben Astpartien oder auch ganze Bäume ab. Die Krankheit beginnt zunächst ganz unscheinbar. Das Bakterium Pseudomonas syringae wird mit dem Regenwasser verbreitet und dringt durch kleine Verletzungen ein. Befallene Rindenpartien äußern sich durch eingesunkenes verbräuntes Rindengewebe. Einmal eingedrungen, vermehrt sich das Bakterium vor allem im Winter.

Ein Weißanstrich bis in die Verzweigung der Leitäste zu Winterbeginn beugt dem Entstehen von Rissen durch die Wintersonne effektiv vor und leistet hiermit einen wichtigen Beitrag zum vorbeugenden umweltgerechten Pflanzenschutz. Der Fachhandel bietet hierzu eine Reihe streichfertiger Produkte an.

Weitere praxisnahe Empfehlungen zum umweltschonenden Pflanzenschutz im Hausgarten liefert ein Seminar des Kreisverbandes Coburg für Gartenbau und Landespflege e.V. Es findet am Donnerstag, 5. Februar um 19:00 Uhr im Gasthof Jäger in Haarth statt.

Anmeldungen sind bei Kreisfachberater Thomas Neder am LRA Coburg möglich.

 
 
 
 
Fotos: Thomas Neder