Ein Traum von einem Aprikosenspalier
 

(TN) Eigentlich hätte es ja ein Pfirsichspalier werden sollen. Aber als Frau Hoffmann aus Witzmannsberg sich im Jahr 1994 sich auf den Weg in die Baumschulen der Umgebung machte um einen Pfirsich für das geplante Hausspalier zu kaufen, war einfach Pfirsichbäumchen zu bekommen. So entschied sie sich kurzerhand für eine Aprikose. Was eigentlich als Verlegenheitskauf begann, hat sich mittlerweile zu einem Traum von Aprikosenspalier entwickelt. Auf beeindruckenden 6,5 m Höhe und 6,5 m Breite wachsen in guten Jahren bis über 50kg der köstlichen orange farbenen und wohl duftenden Frucht. Auch in diesem Jahr trägt das Spalier, so wie in fast allen Jahren, überreich. Ein breiter Dachvorsprung und eine nach Süden exponierte windgeschützte Lage sorgen für ideale Wachstumsbedingungen. Nur die sehr frühe Blüte, die bereits im März/April beginnt, kann bei einsetzenden Spätfrösten problematisch werden. „Die Hummeln haben dann in dieser Zeit Schwerstarbeit zu verrichten, denn die Bienen sind so früh im Jahr kaum unterwegs“ weiß Wolfgang Hoffmann zu berichten.


Nachdem Familie Hofmann nicht alle Früchte für den Frischverzehr verwenden kann, wird ein Teil verschenkt und zu Marmelade verarbeitet. Die Sorte ist zwar unbekannt, doch wird der Kreisverband für Gartenbau einige Reiser der robusten Sorte bei seiner Reiseraktion im Jahr 2010 interessierten Gartenfreunden als Veredlungsreiser zur Verfügung stellen.

Noch ist das Spalier überreich mit Früchten behangen. Die Ernte steht in den nächsten Tagen an. Wer sich selbst ein Bild vom Spalier machen möchte, kann sich bei Fam. Hoffmann, Waldstraße 18 in Witzmannsberg Tel. 09561/ 18358 melden.

 
      
Auf beeindruckenden 6,5 m Höhe und 6,5 m Breite wachsen in guten Jahren bis
über 50kg der köstlichen orangefarbenen und wohl duftenden Früchte am
Aprikosenspalier der Familie Hoffmann in Witzmannsberg

Fotos: Thomas Neder