„Erdbeerwiese“ liefert gesunde Früchte
 

(TN) Erdbeeren zählen wegen des krautigen Wuchses nicht zum Obst, sondern eher zum Gemüse. Dennoch sind ihre Beeren die beliebtesten, ertragreichsten und frühesten Früchte. Sie sind bis auf wenige Sorten selbstfruchtbar und reich an Vitamin C, Folsäure und Eisen.

Der ideale Erbeerboden am sonnigen Standort ist humos, leicht, ausreichend feucht und auch im Untergrund locker.

Die sog. Erdbeerwiese mit der Sorte `Florika` entstand 1986 aus einer Kreuzung zwischen Monatserdbeeren x Gartenerdbeere. Die Fruchtstände stehen über dem Laub und liegen im Unterschied zu den normalen Erdbeeren nicht auf dem Boden. Dies erweist sich gerade in diesem feuchten Jahr als großer Vorteil. Das Unterlegen der Früchte mit Stroh etc. ist deshalb nicht notwendig und Fruchtfäulen treten kaum auf.

Bereits im 1. Jahr entsteht ein dichter Bestand durch ganzjährige Ausläufer. Die Anfälligkeit gegen Botrytis und Blattpilze ist gering. Die Kultur kann ca. 8 Jahre stehen bleiben. Die Sorte `Spadeka` trägt etwas weniger, dafür schmecken die Früchte aber aromatischer.

Um die Vitalität und Gesundheit zu erhalten, empfiehlt es sich, nach der Ernte die Pflanzen zurückzuschneiden und nochmals etwas nachzudüngen.

Die Erdbeerwiese steht im Obstlehrgarten des Kreisverbandes am Landratsamt Coburg und wird als Unterpflanzung der Säulenäpfel, Säulenkirschen und Säulenzwetschgen verwendet.

 
 

Fotos: Thomas Neder