Himbeeren nach der Ernte schneiden
 

(TN) Himbeeren sind wie Brombeeren sog. Halbsträucher. Die meisten Sorten tragen im zweiten Jahr an den Seitentrieben und sterben dann ab.

Zweimaltragende Sorten tragen im Sommer an den Vorjahresruten und im Herbst an den diesjährigen Trieben.

Neuere Sorten wie `Autumn Bliss` tragen an den diesjährigen Ruten und werden dann im Herbst am besten bis auf den Boden komplett abgeschnitten.

Himbeeren sind ursprünglich an Waldlichtungen und Gehölzrändern mit humosen durchlässigen Böden beheimatet. Wichtig ist eine gute Wasserversorgung. Die köstlichen Beeren ertragen keine Staunässe. Eine dauerhafte Mulchabdeckung ist sinnvoll.

Bei schweren Böden, wie diese im Coburger Land häufig vorkommen, kann auch auf ca. 40 bis 50 cm hohen Wällen aus Kompost oder Kompost- Erde- Sand Mischungen gepflanzt werden. Hiermit kann der Wurzelfeuchte effektiv vorgebeugt werden. Eine Kombination mit robusten Sorten wie `Rubaca`, `Weirula` oder `Sanibelle` erhöht die Erfolgsaussichten.

Einmaltragenden Himbeeren sollten am besten schon jetzt nach der Ernte dicht über der Erde geschnitten werden, damit sich die jungen Ruten frei entwickeln können. Entfernt werden abgetragene Ruten, überflüssige und schwache Neutriebe aber auch kranke Ruten. 10-12 kräftigen Ruten pro lfd. Meter sind völlig ausreichend. Um die Triebe möglichst dicht am Drahtrahmen zu halten, können von der Mitte weg kriechende Triebe auch mit der Hand ausgerissen werden. Ein feuchter Boden erleichtert diese Arbeit. Nach dem Auslichten werden die Ruten wieder in den Drahtrahmen eingefädelt und idealer weise noch mit einer speziellen Klammer befestigt.

Erfahrungsberichte zum Thema Himbeeren und der breiten Palette der Obstgehölze im Lehrgarten gibt es bei einer Führung, die Kreisfachberater Thomas Neder beim Sommerfest am 25. Juli um 15:30 Uhr halten wird.


 
      

Einmaltragenden Himbeeren sollten am besten schon jetzt nach der Ernte dicht über der Erde geschnitten werden, damit sich die jungen Ruten frei entwickeln können.

Fotos: Thomas Neder