Gartentipps für den Monat April
 

Den Apfelwickler biologisch bekämpfen
(TN) Der Apfelwickler, auch Obstmade genannt, ist ein gefürchteter Schädling in den Obstgärten. In extremen Situationen kann es zum Totalausfall der Apfelernte durch verwurmte Äpfel kommen. Umweltfreundlich, wenn auch etwas aufwendig, ist der Einsatz von Schlupfwespen oder sog. Granuloseviren. Beide Varianten kommen jetzt Ende Mai, Anfang Juni zum Einsatz, wenn die Eiablage des Apfelwicklers beginnt. Da leider zwei Generationen im Jahr auftreten, muss der Einsatz einige male wiederholt werden. Diese Variante wird momentan am Obstlehrgarten des Kreisverbandes erprobt.

Juniriss bei Obstbäumen
Der sog. Juniriss ist eine gute Möglichkeit um unerwünschte Jungtriebe aus den Kronen zu entfernen. Die entstandenen Wunden verheilen leicht und auch unerwünschte schlafende Augen werden teilweise mit entfernt.

Äste formieren
Auch an das waagerecht binden junger Triebe sollte man jetzt langsam denken. Dies gilt besonders für die unterschiedlichen Varianten der Buscherziehung. Spezielle Astklammern erleichtern und vereinfachen diese Arbeit. Flach gestellte Äste bremsen das Wachstum des Baumes und sorgen für einen reicheren und früheren Fruchtansatz. Der Schnittaufwand kann hierdurch merklich reduziert werden.

Dammkultur bei Gurken und Melonen
Gurken und Melonen schätzen es, wenn sie mit angewärmtem Wasser gegossen werden. Bei schweren Böden hat sich eine Kultur auf Dämmen als vorteilhaft erwiesen. Eine dünne Mulchschicht aus organischen Materialien sorgt für eine ausgeglichenere Feuchtigkeit und wirkt sich ebenfalls positiv auf die Kultur aus. Wer mit dem Schneiden von Gurken Schwierigkeiten hat, kann auf die sog. Minigurken ausweichen. Seit einigen Jahren gut eingeführt ist die Sorte `Printo`. Neu im Handel ist die Sorte `Lothar`, eine robuste Minisalatgurke. Sie soll gegen den Falschen Mehltau, einer Pilzkrankheit, mit der fast jeder Hobbygärtner zu kämpfen hat, tolerant sein.

Schmackhafter Knollenfenchel
Knollenfenchel kommt als mediterranes Gemüse, oder gekocht als Salatbeilage, immer mehr in Mode. Wer dieses leicht nach Anis schmeckende gesunde Gemüse selbst anbauen möchte, sollte besonders auf schossfeste Sorten achten. Der Vorteil der Selbstaussaat besteht darin, dass man gezielt auf diese schossfesten Sorten zurückgreifen kann. So kann Fenchel vom Frühjahr bis zum Spätherbst erfolgreich angebaut werden. Gute Sorten in diesem Zusammenhang sind z. B. `Zefa-Fino` und `Selma´. Spätester Sätermin ist Mitte Juli. Der Pflanzabstand beträgt ca. 25-30 x 30cm. Am besten sät man in praktische Topfplatten, die es in unterschiedlichster Ausführung mittlerweile überall zu kaufen gibt.

Zweite Ritterspornblüte
Soll der Rittersporn ein zweites Mal blühen, muss er sofort nach dem Verblühen auf 10 bis 15 cm zurückgeschnitten werden. Ausreichend Wasser und eine leichte Düngung fördern den Blütenansatz im Herbst.

Blütenstaffelung bei Phlox und Co.
Phlox, hohe Herbstastern oder die Sonnenbraut können jetzt etwas eingekürzt werden. Dies ist besonders interessant, wenn man mehrere Exemplare hat, da sich dadurch die Blütezeit etwas staffelt. Eine einfachere Möglichkeit der Verlängerung des Blütenfensters ist sicherlich das Pflanzen verschiedener Sorten mit einem leicht verschobenen Blütenzeitpunkt.

 



Ende Mai, Anfang Juni ist die Hauptzeit der Storchschnabelblüte. Es gibt sie in Hunderten von Sorten und Arten.

 


Eine besonders robuste Art der Waldrebe ist Clematis viticella. Die Italienische Waldrebe trotzt der gefürchtete Clematiswelke.



Mit einer Gruppe von Buchskugeln lassen sich im Garten richtige Knotengärten aufbauen.






Etagenprimeln lieben einen feuchten und gut humosen Boden. Feuchte, halbschattige Senken in Teichnähe sind besonders gut geeignet.


Der Trompetenbaum ist vor allem durch seine großen, herzförmigen Blätter, seinem grazilen Wuchs und die späte Blüte für den Hausgarten interessant.
Fotos: Thomas Neder