Spitzendürre an Sauerkirschen
 

(TN) Während das feuchte Frühjahrswetter einerseits eine Menge an Gießarbeiten erspart hat, treten in diesem Jahr wieder verstärkt Pilzkrankheiten an Obstgehölzen auf.

Eingetrocknete Zweige an Sauerkirschen weisen auf einen Befall mit der Spitzendürre oder Zweigmonilia hin. Begünstigt wird das Auftreten der Spitzendürre vor allem durch feuchtkühle Bedingungen während der Blütezeit. Die Infektion geschieht über die Narbe in den Fruchtknoten der Blüte. Von hier aus wächst der Pilz bis in das Holz der Zweige. Eine schlagartig auftretende Welke der befallenen Triebe ist meist ein deutlicher Hinweis.

Der Pilz überwintert an vertrockneten Blütenbüscheln oder Zweigen, die im Baum bleiben. Von dort erfolgt im Frühjahr die Neuinfektion.

Um einer Neuerkrankung im nächsten Jahr vorzubeugen, sollte alles befallene Material am besten schon jetzt oder im Zuge des Sommerschnitts , der ruhig etwas schärfer ausfallen kann, aus den Bäumen entfernt und entsorgt werden.

Während alte Sauerkirschsorten wie `Schattenmorelle` hoch anfällig sind, gibt es mittlerweile auch robuste neue Sorten. Mit den großfruchtigen Sorten `Topaz`, `Safir`, `Morena` und `Karneol´, die im Obstlehrgarten des Kreisverbandes am Landratsamt stehen, sind gute robuste Alternativen vorhanden.

 
 
Eingetrocknete Zweige an Sauerkirschen weisen auf einen Befall mit der
Spitzendürre oder der Zweigmonilia hin.
Fotos: Thomas Neder