Die Bayernkiwi – Die Obstart mit dem höchsten Luteingehalt.
 

(TN) Neben einem hohen Gehalt an Vitamin C und Beta-Carotin besitzen Kiwis einen extrem hohen Gehalt an Lutein. Beta Karotin und Lutein sind zwei hochwirksame Antioxidantien, die für eine gesunde Ernährung von großer Bedeutung sind. Wer Kiwis im eigenen Garten kultiviert, bekommt diese wertvollen Inhaltsstoffe sozusagen gratis auf den Tisch.

Als rankendes Naschobst sind Kiwis zum Eingrünen von Spalieren, Zäunen und Pergolen ideal. Besonders die winterharten kleinfruchtigen Arten, wie Actinidia arguta (die sog. Bayernkiwi) und Actinidia kolomikta eignen sich zu diesem Zweck ganz hervorragend.

Die Kiwi ist von Natur aus zweihäusig. Es gibt männliche und weibliche Exemplare. Man braucht also mindestens ein Pärchen um Früchte zu ernten. Neuere Züchtungen sollen auch zwittrig sein. Oftmals werden im Handel weibliche und männliche Pflanzen zusammen in einen Topf gesetzt und als eine Pflanze verkauft. In der späteren Kultur sind dann die männlichen Pflanzen öfter stärker wachsend und vitaler, sodass öfter die weibliche Pflanze öfter ausfällt und Früchte ausbleiben

Kiwis entstehen nur an Trieben, die aus dem letzt jährigen Holz wachsen.

.Nur jetzt zur Blütezeit kann man anhand des Blütenaufbaus erkennen, welche Pflanze man vor sich hat. Während man bei den weiblichen Blüten einen cremeweißen Kranz aus Griffeln und Narben in der Mitte der Blüte erkennen kann, ist dieser Teil der Blüte bei der männliche Blüte verkümmert. Es dominieren die dunklen Staubgefäße in Zentrum der Blüte. Ist im Garten nur die männliche Pflanze übrig geblieben, sollte man sich mindestens ein Weibchen besorgen und in der Nähe dazu pflanzen. Sonst wird man lange vergeblich auf Früchte warten.

Neben den frostharten Minikiwis werden am Obstlehrgarten des Kreisverbandes versuchsweise auch großfruchtige Exemplare von Actinidia chinensis kultiviert. Die Sorten `Starella` und `Green Light` (beide weiblich) sowie `Matua` (männlich) haben auch den strengen Winter 2008/ 2009 überstanden.

 
 
Nur jetzt zur Blütezeit kann man anhand des Blütenaufbaus erkennen, ob man
eine weibliche oder eine männliche Kiwipflanze vor sich hat.
Fotos: Thomas Neder