Gartentipps für den Monat März
 

(TN) Wenn das Tageslicht im März langsam aber sicher an Intensität zunimmt, kann man an die Aussaat von Paprika, Auberginen und Tomaten denken. Da Paprika und Auberginen relativ langsam wachsen, lohnt eine zeitige Aussaat. Tomaten werden an lichtarmen Standorten schnell langhalsig. Deshalb sollte man bedenken, dass bereits mit 1m Abstand von der Fensterscheibe die Lichtintensität um ca. 30- 50% abnimmt. Wer mit Zusatzlicht etwas nachhelfen muss, kann z. B. auf Energiesparlampen von Osram oder Philips zurückgreifen. Sie passen auch in normale E-25 Fassungen. Wer sich Arbeit sparen will, kann direkt in „Multitopfplatten“ aussähen. Pikieren macht zwar etwas Arbeit, hat aber den Vorteil, dass man etwas zu lange gewordene Pflanzen wieder etwas tiefer setzen kann. Eine gute, von Schadpilzen freie Aussaaterde lohnt den Kauf. Das gleich gilt für hochwertiges Saatgut. Wer bei Tomaten immer wieder Probleme mit der Kraut- und Braunfäule hat, sollte event. eine Containerkultur am regengeschützten Standort ins Auge fassen. Das aktuelle Sortenspektrum bietet mit `Phantasia` und `Philovita` zwei hoch tolerante Sorte gegen die gefürchtete Pilzkrankheit. Während Tomaten bei Temperaturen schon um 16- 18 Grad gut keimen, ist der Paprika sehr wärmebedürftig und schätzt Keimtemperaturen über 20 Grad.

Startschuss im Gewächshaus
Unter Vlies im geschützten Gewächshaus können bereits Frührettiche wie `Rex` oder `Ostergruß rosa 2` und Frühradies wie `Rondeel` oder `Topsi` ausgesät werden. Auch in geschätzten Kulturräumen sollte der fortschrittliche Gärtner auf einen sorgfältigen Fruchtwechsel achten, um seine Pflanzen gesund zu halten.

Weinstöcke schneiden
Nach Abklingen der starken Fröste sollte man an den Schnitt des Weinstocks denken. Der Zapfenschnitt auf mehrjährigen Kordonarmen ist an der Hauswand eine gute Möglichkeit, um ein klares System in den Aufbau zu bringen und den Wuchs in Grenzen zu halten. Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang, dass Wein am einjährigen Holz fruchtet, das auf einem zweijährigen Holzstück steht. Dieser Merksatz gilt im Prinzip für alle Schnittvarianten des Weinstocks. Beim Zapfenschnitt sollte darauf geachtet werden, die Zapfen möglicht nah am Kordonarm zu halten. Auch die alten abgetragenen Ruten der Brombeeren und Tayberries können jetzt stummellos entfernt werden.

Staudenbeete, Beerenobstreihen, Gehölzstreifen und auch Rasen sind dankbar für ein gelegentliches Humisieren. Hierzu eignet sich im zeitigen Frühjahr eine Abdeckung mit einer dünnen Schicht Kompost (ca. 3l pro m2 ).

Winter- und Sommerschnitt kombinieren
Winterschnitt und Sommerschnitt bei Obstgehölzen sollten sich im Idealfall ergänzen. Wer mit stark wachsenden Sorten seine Probleme hat, sollte die Variante des Sommerschnitts ins Auge fassen. Hierdurch wird der Baum im Wuchs gebremst und größere Schnittwunden verheilen in der Vegetationszeit besser als jetzt beim Schnitt im Spätwinter. Der landläufige Ausdruck Wasserschoss ist häufig ein Denkfehler. Einjährige Triebe in den gut belichteten Kronenregionen des Baumes tragen im ersten Jahr zwar nur Blätter, wandeln sich aber im 2. Jahr in wertvolle Fruchttriebe um. Ein Teil hiervon sollte deshalb auch im Sinne der Verjüngung erhalten werden. Auch das häufig praktizierte Anschneiden dieser Triebe macht beim Apfel wenig Sinn und produziert nur weitere Schnitteingriffe.

 



Tulipa tarda zählt zu den robustesten Wildtulpenarten. Die gelben Blüten sind zwar klein, stehen aber häufig in dichten Büscheln zusammen.


Im Sortiment der Pfirsiche werden vermehrt sog. Zwergpfirsiche angeboten. Die sind mehr spektakuläre Blüten-, als Fruchtträger.
 


An warmen trockenen Standorten fühlt sich die heimische Küchenschelle wohl. Die feinen Häärchen dienen als effektiver Wärmeschutz der zeitigen Blüte.


Zu den zeitigsten Blühern im Gehölzsortiment gehört Rhododendron praecox. Zusammen mit der schwefelgelb blühenden Scheinhasel ergeben sich interessante Vorfrühlingsbilder.

 

Krokusse läuten auf spektakuläre Weise das Ende des Winters ein. Sie finden in jedem kleinen Garten Platz.


Ein edler Vertreter der Anemonen ist Anemone blanda. Sie fühlt sich am sonnigen Gehölzrand wohl.
Fotos: Thomas Neder