Knospensterben an Rhododendren
 

(TN) Seit einiger Zeit tritt an Rhododendren in Hausgärten verstärkt die sog. Knospenbräune oder das Knospensterben (Pygnostysanus azaleae) auf. Die Knospensbräune wird durch einen Pilz verursacht. Die Knospen färben sich im Laufe des Winters braun und treiben im Frühjahr nicht mehr aus. Auf der Knospe ist ein schwarzer rasenartiger Belag erkennbar. Manchmal ist auch der Trieb unterhalb der Knospe befallen. Forciert wird die Verbreitung des Pilzes scheinbar durch die Rhododendron Zikade, die bei der Eiablage die Knospenschuppen der Rhododendren verletzt und so die Verbreitung und das Eindringen des Pilzes beschleunigen soll.

Will man die Krankheit in den Griff bekommen, sollten alle sich verfärbenden Knospen sorgsam entfernt werden, um eine weitere Verbreitung des Pilzes durch Sporen einzudämmen Hierbei sollte am besten noch ein Stück des Stiels mit abgeschnitten und vernichtet werden. Parallel kommt aber auch der Bekämpfung der leuchtend grünen Rhododendronzikade, die je nach Witterung Ende April schlüpft, eine wichtige Bedeutung zu.

Eine biomechanische Möglichkeit der Bekämpfung ist das Aufhängen von beleimten Gelbtafeln, die im Fachhandel erhältlich sind. Die Schädlinge werden durch die gelbe Farbe angelockt. Zumindest ein Teil bleibt am Leim hängen. Durch Schütteln der Pflanzen kann die Fangquote erhöht werden. Mit Beginn der kühlen Witterung können die Tafeln wieder abgenommen werden.
Der Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel gegen stechende und saugende Insekten zur Bekämpfung der Zikaden ist nicht ganz einfach, da sich die etwa 9mm langen, grünen Zikaden vor allem auf der Blattunterseite aufhalten. Wenn, dann sollte beim Einsatz vor allem auch die Blattunterseiten benetzt werden. Bekämpft werden sollten sowohl die jungen Zikadenlarven im Frühjahr, als auch die ausgewachsenen Zikaden, die ab etwa Juli auftreten und ihre Eier bis Oktober in die Knospenschuppen legen.
Eine direkte Bekämpfung des Pilzes durch ein Pilzmittel (Fungizid) ist momentan im Hausgarten nicht möglich.

 
 
Seit einiger Zeit tritt an Rhododendren in Hausgärten verstärkt die sog. Knospenbräune oder das Knospensterben (Pygnostysanus azaleae) auf. Hierbei handelt sich es um eine Pilzkrankheit.

Fotos: Thomas Neder