Gallertartige Wucherungen am Zierwacholder – Winterform des Birnengitterrostes
 

(TN) Der Birnengitterrost ist neben dem Birnenschorf und dem Birnblattsauger die wichtigste Erkrankung der Birne. Er gilt als wirtswechselnder Pilz mit einer Sommerform auf der Birne und einer Überwinterungsform auf Arten des Zierwacholders. Mittlerweile ist der Pilz aber scheinbar auch in der Lage, auch ohne diesen Zwischenwirt auszukommen.

Während die Symptome auf der Oberseite von Birnenblättern in Form von orangefarbenen Flecken und warzigen Knollen auf der Unterseite mittlerweile bestens bekannt sind, ist die Winterform des Pilzes an Formen des Zierwacholders weitgehend unbekannt.

Jetzt im Frühjahr sieht man in manchen Gärten an spindelförmig verdickten Trieben des Zierwacholders die gallertartigen gelben Wucherungen. Es handelt sich hierbei um die Winterform des Birnengitterrostes, der jetzt im April/ Mai sog. Sporen bildet, die dann die austreibenden Blätter der Birne befallen. Die Sporen werden durch Wind und Insekten verbreitet. Befallene Wacholder sollten am besten ganz entfernt werden.

Steht die Birne am regengeschützten Wandspalier, ist eine erfolgreiche Kultur auch ohne Pflanzenschutz im Hausgarten möglich. Handelt es sich um kleine Spalierbäume, können mit Birnengitterrost befallende Blätter auch mechanisch entfernt werden, noch bevor sich die Sporenlager auf der Blattunterseite bilden.

Momentan ist speziell gegen den Birnengitterrost kein Mittel zugelassen. Manche gegen Birnenschorf zugelassenen Mittel helfen aber auch gegen den Birnengitterrost.

 
 

Fotos: Thomas Neder