Schäden durch die Pflaumensägewespe
 

(TN) Stark befallen von der Pflaumensägewespe sind in diesem Jahr die Früchte der Mirabellen. Kleine schwarze Punkte auf den Früchten weisen auf einen Befall durch die Sägewespe hin.

Der Schädling, eine kleine schwarze Wespe, legt mittels Legestachel am Hinterleib seine Eier (bis zu 70 Stück pro Weibchen) in die Kelchblätter der noch geschlossenen Blüten. Die Larve, die nach etwa 14 Tagen schlüpft, bohrt sich durch den geschwollenen Fruchtknoten. Nachdem dieser ausgefressen ist, befällt sie eine neue Frucht. Eine Larve kann dabei 5- 6 Früchte vernichten.

Während der Blütezeit kann im Hausgarten der Befall durch die Sägewespe mit Hilfe von beleimten Weißtafeln reduziert werden. Befallene Früchte sollten jetzt abgeschüttelt, aufgesammelt und vernichtet werden, bevor die Larven schlüpfen und weitere Früchte befallen. Kann sich die Larve ungestört entwickeln, lebt sie bis etwa Juli in den Früchten des Baumes und wandert nach dieser Zeit in den Boden. Dort überwintert sie in einem Kokon bis zum nächsten Frühjahr.

Der Befallsdruck schwankt von Jahr zu Jahr. Momentan ist kein chemisches Präparat gegen den Schädling zugelassen. Eine Behandlung käme im jetzigen Stadium zu spät.

 
 
  Kleine schwarze Punkte auf den Früchten weisen auf einen Befall durch die Sägewespe hin..
Fotos: Thomas Neder