Gartentipps für den Monat April
 

Gezielter Frühjahrsschnitt bei Stauden und Gehölzen
(TN) Sobald Polsterpflanzen, wie Blaukissen oder Gänsekresse verblüht sind, können diese zurückgeschnitten werden. Dies sorgt im nächsten Jahr für kompakte, dichte Pflanzen.
Ein Auslichtungsschnitt ist nun auch bei den ersten Frühjahrsblühern unter den Gehölzen, wie Forsythien oder Zierjohannisbeeren, möglich. Dies beschränkt sich am besten auf ein bodennahes Herausnehmen einiger alter Triebe.

Blumenrohr vortreiben
Nach den Eisheiligen wird es Zeit, die Kübelpflanzen wieder ins Freie zu bringen. Das Indische Blumenrohr (Canna-Indica Hybriden) kann bereits ab April am hellen Standort vorgetrieben werden. Hierzu werden die Rhizome freigelegt, in Teilstücke mit 3-5 Augen geteilt, die alte Erde entfernt und wieder neu eingetopft. Die Enden sollten hierbei nicht den Rand der Gefäße berühren. Mit dem Gießen sollte man bis zum Austrieb der neuen Triebe eher sparsam sein.

Pflanzzeit für Gladiolen und Dahlien
Auch die Dahlie, eine alte Bauernpflanze, die wieder stark in Mode gekommen ist, wird Ende April, Anfang Mai ausgepflanzt. Bei Bedarf können die Knollen vor der Pflanzung geteilt werden. Die Knolle selbst kommt gut 5 cm tief unter die Erde. Während man als Kübelpflanze am besten einen Langzeitdünger gibt, kann man bei der Freilandkultur bei der Pflanzung auch einen organischen Dünger einarbeiten Ein Ausdünnen des Austriebs auf 3 bis 5 Triebe sorgt für einen reicheren Blütenflor. Verwelkte Blüten sollten laufend entfernt werden. Auch für Gladiolen ist Anfang Mai Pflanzzeit. Sie können bis Mitte Juni auch in Sätzen ausgepflanzt werden, um die Blütezeit zu strecken.

Zwiebelgewächse „ausreifen“ lassen
Wer auch im nächsten Jahr Freude an seinen Zwiebelpflanzen haben möchte, sollte, besonders wenn diese im Rasen stehen, das Gras erst dann mähen, wenn das Laub der Zwiebelpflanzen vertrocknet ist, bzw. sich die Pflanzen ausgesamt haben. Auch bei Tulpen sollte man nur die Samenstände entfernen und das Laub belassen. Eine Düngung ist vor allem bei Hochzuchtzwiebeln angebracht. Ein kräftiger Blattwuchs wird zum Aufbau einer kräftigen Tochterzwiebel benötigt. Nach dem Vergilben können die Zwiebeln auch aus der Erde genommen und trocken gelagert werden. Zum erneuten Blühen kommen in der Regel nur die festen großen Zwiebeln. Kleinere brauchen oft mehrere Jahre, bis sie ihre Blüten zeigen.

Bohnen vorziehen
So verlockend die erste Schönwetterperiode ist, sollte vor allem bei Bohnen das Wärmebedürfnis bei der Aussaat nicht unterschätzt werden. Die optimale Temperatur liegt hier bei 20 bis 25 Grad. Bei tiefen Temperaturen werden die Keimlinge oft von Bodenpilzen befallen. Erfahrungen zeigen, dass schwarze Samen besser keimen, als weiße oder braune.
Gut funktioniert auch ein Vorziehen auf der Fensterbank. Dies beugt auch einem Befall durch die Bohnenfliege vor.

Tomaten, die im Zimmer vorgezogen wurden, werden bei Lichtmangel oft langhalsig. Bei der Pflanzung kann dies durch eine etwas tiefere Pflanzung ausgeglichen werden, da sich den Stängeln leicht Adventivwurzeln bilden.

Pflaumensägewespe
Die Pflaumensägewespe tritt zur Zeit der Blüte auf und legt mit einer sägeartigen Legeröhre ihr Ei in den Blütenboden von Zwetschgen. Die Larven bohren sich ins Fruchtfleisch und fressen an den Früchten. Ist der Befall stark, können bis zu 90% der Früchte befallen werden.
Als biomechanische Bekämpfungsmöglichkeit bietet sich der Einsatz von sog. Weißtafeln an, die vor der Blütezeit im Baum aufgehängt und mit Leim bestrichen werden. Der Befall kann somit zumindest etwas reduziert werden. Abgefallene und angestochene Früchte sollten umgehend entfernt werden.

 


Einen Frühlingsgarten voller Tulpen besitzt Familie May in Einberg. Von der Papageientulpe bis zur einfachen Wildtulpe finden hier die unterschiedlichsten Farben und Formen einen Platz.


Will man Hochzuchttulpen wieder zum Blühen bringen, sollten zunächst nur die Samenstände entfernt werden. Die Blätter bleiben bis zum Vergilben an der Pflanze. Eine zusätzliche Düngung ist sinnvoll.
 


Die Frühlingsplatterbse ist ein willkommener Farbkleks in einer schattigen Staudenpflanzung.




Das tränende Herz ist ein Klassiker unter den Bauerngartenstauden. .




Zu den edlen Gehölzen zählen die Blumenhartriegel. Die mächtigen Blüten sind nicht zu übersehen.


Für den Rand einer Staudenpflanzung besonders geeignet ist der Teppichphlox. Bekannt sind weiß, rosa und blaue Töne.
Fotos: Thomas Neder