Gartentipps für den Monat September
 

(TN) Auch wenn es vielleicht schwer fällt, schon jetzt an den Herbst zu denken, sollte man im Garten dennoch etwas voraus denken. Zwiebelpflanzen sind „highlights“ in jeder Staudenpflanzung oder vor Gehölzsäumen. Herbstkrokusse oder Herbstzeitlosen, die Ende August/Anfang September gesteckt werden, blühen noch in diesem Herbst.

Stauden teilen
Prachtstauden müssen von Zeit zu Zeit in faustgroße Stücke geteilt werden, um ihre Vitalität nicht zu verlieren. Jetzt können z. B. Bartiris, Margeriten, oder so mal notwendig, auch Christrosen oder die sehr langlebigen Pfingstrosen geteilt werden.

Feldsalat für die Winterernte
Feldsalat der jetzt im Gewächshaus ausgesät wird, kann bis Weihnachten geerntet werden. Hierzu sollten mehltaufeste Sorten wie `Vit` oder `Favor` verwendet werden. Freilandaussaaten nach Mitte des Monats bringen ihre Ernten erst im nächsten Frühjahr. Feldsalat keimt sehr langsam. Alternativ zur üblichen Direktaussaat kann man auch in Topfplatten mit 5 bis 6 Samen pro Topf aussäen und dann die kleinen Ballen auspflanzen, wenn die Gemüsekulturen im Gewächshaus weitgehend beendet sind.

Sommerveredlung
Bäume können nicht nur zur Zeit der Blüte, sondern auch noch im September hinter die Rinde veredelt werden. Besonders bei Kirschen liefert eine Veredlung im September gute Ergebnisse. Dies hat auch den Vorteil, dass Reiser nicht gelagert werden müssen, sondern frisch vom Baum geschnitten werden können. Voraussetzung für ein gutes Gelingen, ist ein gutes Lösen der Rinde und ein sofortiges Entblättern der geschnittenen Reiser.

Beerenobstpflege
Nach erfolgter Ernte können Johannisbeeren und Stachelbeeren mittels Blattdüngung mit einem organischen Flüssigdünger, wie z. B. Aminosol nochmals „vitalisiert“ werden. Bei Brombeeren sollten die Seitentriebe nach wie vor auf 2 bis 3 Augen eingekürzt werden.

Sommerschnitt bei Kern- und Steinobst
Dies verbessert die Blütenbildung für das kommende Jahr. Wurde der Schnitt bei Sauerkirschen nach der Ernte verpasst, kann dies jetzt noch nachgeholt werden. Da Sauerkirschen am einjährigen Holz tragen und sehr schnell verkahlen, werden alte Peitschentriebe entfernt und die jungen einjährigen Triebe belassen. Herrscht Platzmangel und der Wunsch nach mehreren Sorten, können Sauerkirschen auch als schlanke Spindeln erzogen werden. Pfirsiche sind sehr lichtbedürftig. Durch das gezielte Herausnehmen des Mitteltriebes entsteht eine Hohlkrone, die viel Licht in das Innere lässt und das Ausreifen der Früchte begünstigt. Gegen die Kräuselkrankheit robust sind z. B. die Sorten `Revita` und `Benedicte. Die entstandene Kronenform ist dann zwar mehr breit als hoch, aber mit einer Stehleiter leicht zu beernten.

„Coburger Weinlese“
Bei Weinreben ist das Sortiment der pilzfesten Sorten mittlerweile erfreulich groß. Am Obstlehrgarten des Kreisverbandes stehen mittlerweile etwa 20 Sorten, die auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden. Interessenten können anlässlich der „Coburger Weinlese“ am Lehrgarten die Sorten probieren. Die Veranstaltung findet am 25. September ab 16 Uhr am Obstlehrgarten des Kreisverbandes statt.

Fotos: Thomas Neder

 

Gelb leuchten die Rispen der Goldrute auf dem spätsommerlichen Staudenbeet. Hier zusammen mit dem rot blühenden Knöterich (Persicaria amplexicaulis)


Strohblumen sind bei vielen Insekten, wie z. B. den Schwebfliegen sehr beliebt.

 


Die Glockenwinde ist ein Edelstein im Sortiment der einjährigen Kletterer.



Purpurrot leuchtet der Wasserdost. Er fühlt sich am feuchten Teichrand, aber auch auf der Staudenrabatte wohl.




Das Löwenohr stammt aus Südafrika. Als bis zu 2 m hohe Kübelpflanze erfreut es durch seine orangen Blütenquirle.

Wieder im Trend stehen Duftpelargonien. Mittlerweile gibt es Dutzende verschiedener Duftnuancen.



Rudbeckien gibt es nicht nur in Purpurrot, sondern auch in dezentem Weiß..

Der Mönchspfeffer ist ein rel. unbekannter, aber interessanter sommerblühender Strauch. Die Winterhärte ist leider nicht ganz gegeben.

 
Fotos: Thomas Neder