Riesenhafte Raupe des Weidenbohrers
 

(TN) Bis zu 10 cm lang wird die braunrötliche Raupe des nachtaktiven Weidenbohrers. Er kommt auch in größeren Naturgärten mit alten Weiden-, bzw. Kopfweidenbeständen vor.

Der Falter mit einer Flügelspannweite von 65 bis 80 mm selbst fällt mit seinen rindenbraunen Flügeln kaum auf, wenn er von Ende Mai bis Anfang August fliegt.

Aus den weiß gestreiften Eiern, die haufenweise in Rindenritzen, bevorzugt an kranken oder abgestorbenen Bäumen gelegt werden, schlüpfen nach 14 Tagen die kleinen dunkelrot gefärbten Raupen. Kopf und Nackenschild sind schwarz gefärbt. Die jungen Raupen fressen zunächst dicht unter der Rinde und bohren mit zunehmenden Alter und Größe ihre ovalen Gänge kreuz und quer durch den Stamm, der hierdurch zerstört werden kann. Den Bohrlöchern entströmt oft ein essigsaurer, scharfer Geruch. Zu ihrer Nahrung gehören neben den Weiden auch Hängebirke und Schwarzerle. Auch Apfel und Birne dienen gelegentlich als Futterbäume.

Nach 2 bis 4 Jahren sind die dann fast 10 cm großen Raupen erwachsen und verpuppen sich in einem Bohrgang oder gehen auf Wanderschaft und verpuppen sich in einem Kokon im Erdboden. Hier im Foto: Eine Raupe auf Wanderschaft.

 
 
 
Fotos: Thomas Neder