Leberblümchen - Blütenmeer nahe Trübenbach
 

(TN) Frühlingsblau leuchtet das grazile Leberblümchen (Anemone hepatica) in den kalkreichen lichten Mischwäldern in der Nähe Trübenbachs zur Landkreisgrenze. Dass es sich sichtlich wohlfühlt, zeigen die ausgedehnten Bestände, die es im Laufe vieler Jahrezehnte schon gebildet hat. Lichte Buchen- und Eichenwälder mit kalkhaltigen Böden sagen ihm besonders zu. Auch in den Hausgärten war es früher eine beliebte Bauergartenpflanze. Die Pflanze überwintert mit einem schräg im Boden liegenden Rhizom und fällt in der kalten Jahreszeit durch die immergrünen dreilappigen Blätter auf. Die in drei Lappen geteilte Blattspreite, die in den Konturen an die Umrisse einer menschlichen Leber erinnert, hat dem Leberblümchen nach der Signaturlure seinen Namen gegeben. Die Verbreitung erfolgt vor allem durch Ameisen, welche die Samen verschleppen. Das Leberblümchen steht unter Naturschutz.

 
 

 

Fotos: Thomas Neder