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(TN) Ein normaler fränkischer Vorgarten war nicht das, was
sich Lothar Spielmann aus Dietersdorf für seine kleinen, nach
Süden exponierten Flächen vor dem Haus vorstellte. Nachdem
er Pflanzen liebt, sollte es schon etwas Besonderes sein. Da ein
erster kleiner Vorversuch mit angeblich winterharten Kakteen im
Topf zunächst nicht klappte (es lag wohl an einer falschen
Auszeichnung der Arten) ging er beim nächsten mal auf Nummer
sicher und besuchte eine Spezialgärtnerei in Erfurt, die auch
bei uns winterharte Kakteen in ihrem Sortiment führte. Mit
im Gepäck zurück nach Dietersdorf hatte er ein erlesenes
Sortiment mit Arten wie Echinocereus reichenbachii, Austrocactus
hibernus, Opuntia humifusa und Opuntia fragilis. Die beiden letzten
Winter, die ihrem Name alle Ehre machten, konnten den aus dem Hochland
Mexikos und Arizonas stammenden Arten nichts anhaben. Mittlerweile
steht die exotische Gruppe winterharter Stachelträger nun schon
das vierte Jahr und erfreut sich bester Vitalität. Die Dietersdorfer,
die anfangs sehr skeptisch waren, ob dieses Experiment auch wirklich
gut gehen würde, fragen mittlerweile schon mal nach einem Ableger
um es auch mal bei sich im eigenen Garten ausprobieren zu können.
Da Lothar Spielmann wusste, dass weniger die Kälte, sondern
eher der feuchte deutsche Winter seinen Freilandkakteen schaden
würde, wurde die dünne Humusschicht, die dicht über
Sandstein liegt, noch mit Sand abgemagert und durchlässiger
gemacht. Ein Vlies über dem Substrat mit einer dünnen
mineralischen Mulchschicht erleichtert ihm die Pflege und sorgt
zusammen mit seinem Sortiment winterharter Kakteen für ein
mexikanisches Flair in Dietersdorf.
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