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(TN) Wer gerne veredelt weiß, dass man mit etwas Fachkenntnis
eine ganze Menge unterschiedlicher Sorten auf einen Baum veredeln
kann. So lässt sich bei Platzmangel in einem kleinen Vorgarten
etwa ein Sommer-, Herbst-, und Winterapfel gemeinsam auf einen Apfelbaum
veredeln. Auch die Kombination verschiedener Geschmacksrichtungen
wie süß, sauer oder weinsäuerlich auf einem Baum
ist ohne Probleme machbar. Ein anderer wichtiger Anlass zur Umveredlung
eines Baumes ist dann gegeben, wenn die gepflanzte Sorte sich nach
einigen Jahren als zu krankheitsanfällig herausstellt, und
durch eine robuste Züchtung in Form einer Kronenveredlung „ersetzt“
werden soll.
Auf der Obstwiese des Landratsamtes Coburg, die im Frühling
als Übungsgelände für die Teilnehmer der Schnitt-
und Veredlungskurse des Kreisverbandes Coburg für Gartenbau
und Landespflege e.V. dient, steht mittlerweile ein richtiger Multisortenbaum
mit 59 aufveredelten Sorten. Alljährlich werden es einige mehr,
wenn die Reste der Veredlungsreiser ihre neue Heimat auf dem Baum
finden. Landrat Michael Busch, 1. Vorsitzender des Kreisverbandes,
veredelte zusammen mit Kreisfachberater Thomas Neder zum Abschluss
der diesjährigen Veredlungsperiode einen `Hauxapfel` als 60.
Sorte auf.
Im Lehrgarten, der seit dem 1. April wieder geöffnet ist,
stehen mittlerweile ebenfalls einige neue Multisorten Bäume.
Gepflanzt wurde in diesem Frühjahr ein von Kreisfachberater
Thomas Neder im Laufe der letzten Jahre kreierter Baum der 7 Kirschwochen,
ein Pflaumenbaum mit den momentanen Topsorten und eine Kombination
aus gelben und blauen Früchten der großen Zwetschgen-,
Mirabellen- und Pflaumenfamilie.
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