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Brombeeren schneiden
(TN) Seitentriebe der einjährigen Brombeerruten können
jetzt auf etwa 2 bis 3 Augen eingekürzt werden. Aus den Achselknospen
entwickeln sich im nächsten Jahr die Blütenanlagen. Abgetragene
Ruten können entweder direkt nach der Ernte oder im Frühjahr
bis auf den Boden zurückgenommen werden. Am Obstlehrgarten
in Coburg hat sich z. B. die späte Sorte `Chester Thornless`
als robust und zuverlässig tragend erwiesen. Brombeerähnlich
im Wuchs ist die Rubus –Hybride `Dorman Red`. Ihre leuchtend
roten Früchte sind wie die organge farbenen Früchte der
Weinbeeren ein echter „Hingucker“. Beide Arten haben
sich trotz der letzten beiden harten Winter als robust und reich
tragend erwiesen. Beide Arten sind eine interessante Alternative
zu Brombeeren.
Robuste Sauerkirschen
Sauerkirschen tragen am einjährigen Holz. Um lange Peitschentriebe
zu vermeiden, kann jetzt nach der Ernte auf junges Holz zurückgeschnitten
werden. Durch den Pilz der Monilia Krankheit zurück getrocknete
Triebe, sollten bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden.
Gute widerstandsfähige Sorten sind. z. B. `Morina, `Safir`,
`Karneol` oder `Topas`.
Dammkultur von Himbeeren
Sommerhimbeeren lieben einen lockeren, humosen und durchlässigen
Boden. Auf schweren, kalten und nassen Böden werden sie schnell
vom Erreger der Wurzelfäule befallen. Hier bietet sich eine
Kultur auf Dämmen an. Widerstandsfähige Sommerhimbeeren
sind z.B. `Sannibelle`, `Weirula` und `Rubaca`.
Robuste Clematis
Wer Clematis pflanzen will, kann schon jetzt im August die attraktiven
Ranker pflanzen. Als robust haben sich vor allem die sog. Clematis
Viticella Hybriden erwiesen. Sie trotzen der Clematiswelke und kommen
auch mit nicht ganz optimalen Böden klar. Besonders schön
wirken sie, wenn sie in eine Kletterrose hineinwachsen dürfen
oder farblich abgestimmte, schone Blütenpaare bilden. Sorten
die sich gut ergänzen sind z. B. die hellblaue `Prince Charles`
und die violette Sorte `Romantika`. Clematis können ruhig etwas
tiefer als im Topf gepflanzt werden. Dies fördert einen mehrtriebigen
Austrieb im Frühjahr. Im Frühjahr können die sommerblühenden
Clematis dann auf ca. 30-50 cm zurückgeschnitten werden. Die
neuen Triebe wachsen schnell heran und sind im Gegensatz zu ungeschnittenen
Trieben dicht bis über dem Boden belaubt.
Zwiebel stecken – Lavendel schneiden
Liebhaber von Zwiebelpflanzen sollten im August an die Pflanzung
von herbstblühenden Krokussen, Herbstzeitlosen und Madonnen
Lilien denken. Lavendel kann gleich nach der Blüte geschnitten
werden, damit er kompakt bleibt.
Stecklinge schneiden
Wer selbst gerne vermehrt, kann jetzt im August von Geranien, Fuchsien,
Heliotrop oder dem Wandelröschen Stecklinge schneiden.
Schnitt von Gurken und Tomaten
Schlangen- und Minigurken sollten laufend beerntet werden. Je regelmäßiger
man erntet, desto zügiger wachsen die jungen Früchte nach.
Besonders beliebt sind seit kurzem die sog. Mini-Gurken wie `Printo`
oder `Ministar`. Hier kann sogar auf einen Schnitt verzichtet werden.
Tomaten sollten jetzt nicht mehr in den Himmel wachsen. Im Freiland
werden die Pflanzen nach der 4.-5. Traube, im Gewächshaus nach
der 5.-6. Traube gekappt, damit die Kraftreserven der Pflanze nicht
für nicht mehr ausreifende Früchte vergeudet werden.
Herbstkultur der Petersilie
Wer Probleme mit seiner Petersilienkultur hat, kann es mit einer
Herbstaussaat ab Mitte August versuchen. Im Gegensatz zur Frühjahrsaussaat
schossen die Pflanzen bei einer Aussaat im August nicht, bleiben
gesünder und sind insgesamt länger verwertbar. Werden
die Beete im Winter mit Vlies abgedeckt, kann sogar bei Schnee geerntet
werden.
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