Gartentipps für den Monat August
 

Brombeeren schneiden
(TN) Seitentriebe der einjährigen Brombeerruten können jetzt auf etwa 2 bis 3 Augen eingekürzt werden. Aus den Achselknospen entwickeln sich im nächsten Jahr die Blütenanlagen. Abgetragene Ruten können entweder direkt nach der Ernte oder im Frühjahr bis auf den Boden zurückgenommen werden. Am Obstlehrgarten in Coburg hat sich z. B. die späte Sorte `Chester Thornless` als robust und zuverlässig tragend erwiesen. Brombeerähnlich im Wuchs ist die Rubus –Hybride `Dorman Red`. Ihre leuchtend roten Früchte sind wie die organge farbenen Früchte der Weinbeeren ein echter „Hingucker“. Beide Arten haben sich trotz der letzten beiden harten Winter als robust und reich tragend erwiesen. Beide Arten sind eine interessante Alternative zu Brombeeren.

Robuste Sauerkirschen
Sauerkirschen tragen am einjährigen Holz. Um lange Peitschentriebe zu vermeiden, kann jetzt nach der Ernte auf junges Holz zurückgeschnitten werden. Durch den Pilz der Monilia Krankheit zurück getrocknete Triebe, sollten bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Gute widerstandsfähige Sorten sind. z. B. `Morina, `Safir`, `Karneol` oder `Topas`.

Dammkultur von Himbeeren
Sommerhimbeeren lieben einen lockeren, humosen und durchlässigen Boden. Auf schweren, kalten und nassen Böden werden sie schnell vom Erreger der Wurzelfäule befallen. Hier bietet sich eine Kultur auf Dämmen an. Widerstandsfähige Sommerhimbeeren sind z.B. `Sannibelle`, `Weirula` und `Rubaca`.

Robuste Clematis
Wer Clematis pflanzen will, kann schon jetzt im August die attraktiven Ranker pflanzen. Als robust haben sich vor allem die sog. Clematis Viticella Hybriden erwiesen. Sie trotzen der Clematiswelke und kommen auch mit nicht ganz optimalen Böden klar. Besonders schön wirken sie, wenn sie in eine Kletterrose hineinwachsen dürfen oder farblich abgestimmte, schone Blütenpaare bilden. Sorten die sich gut ergänzen sind z. B. die hellblaue `Prince Charles` und die violette Sorte `Romantika`. Clematis können ruhig etwas tiefer als im Topf gepflanzt werden. Dies fördert einen mehrtriebigen Austrieb im Frühjahr. Im Frühjahr können die sommerblühenden Clematis dann auf ca. 30-50 cm zurückgeschnitten werden. Die neuen Triebe wachsen schnell heran und sind im Gegensatz zu ungeschnittenen Trieben dicht bis über dem Boden belaubt.

Zwiebel stecken – Lavendel schneiden
Liebhaber von Zwiebelpflanzen sollten im August an die Pflanzung von herbstblühenden Krokussen, Herbstzeitlosen und Madonnen Lilien denken. Lavendel kann gleich nach der Blüte geschnitten werden, damit er kompakt bleibt.

Stecklinge schneiden
Wer selbst gerne vermehrt, kann jetzt im August von Geranien, Fuchsien, Heliotrop oder dem Wandelröschen Stecklinge schneiden.

Schnitt von Gurken und Tomaten
Schlangen- und Minigurken sollten laufend beerntet werden. Je regelmäßiger man erntet, desto zügiger wachsen die jungen Früchte nach. Besonders beliebt sind seit kurzem die sog. Mini-Gurken wie `Printo` oder `Ministar`. Hier kann sogar auf einen Schnitt verzichtet werden. Tomaten sollten jetzt nicht mehr in den Himmel wachsen. Im Freiland werden die Pflanzen nach der 4.-5. Traube, im Gewächshaus nach der 5.-6. Traube gekappt, damit die Kraftreserven der Pflanze nicht für nicht mehr ausreifende Früchte vergeudet werden.

Herbstkultur der Petersilie
Wer Probleme mit seiner Petersilienkultur hat, kann es mit einer Herbstaussaat ab Mitte August versuchen. Im Gegensatz zur Frühjahrsaussaat schossen die Pflanzen bei einer Aussaat im August nicht, bleiben gesünder und sind insgesamt länger verwertbar. Werden die Beete im Winter mit Vlies abgedeckt, kann sogar bei Schnee geerntet werden.

 

Sommerhimbeeren lieben einen lockeren, humosen und durchlässigen Boden. Es gibt sie mittlerweile in Schwarz, Rot, Gelb und Apricot.


Auch wenn sie nur einen Tag leuchtet, ist die Blüte der Taglilie bei näherer Betrachtung ein kleines Kunstwerk.

Niedrig wachsende Glockenblumen eignen sich hervorragend zum Eingrünen von Treppenaufgängen oder an Mauern.

Während die meisten Lilien erst im Frühjahr in locker humose Erde gesteckt werden, sollte man die Madonnenlilie bereits im frühen Herbst in den Boden bringen.

Im lichten Schatten humoser Böden fühlen sich die Astilben wohl. Höher werdende Arten schaffen durch ihren grazilen Wuchs besonders stimmungsvolle Momente.
 
   
Fotos: Thomas Neder