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(TN) Garten, Kunst und Musik, so lautete der harmonische Dreiklang
unter dem auch 2010 wieder das Sommerfest des Kreisverbandes Coburg
für Gartenbau und Landespflege e.V. am Obstlehrgarten statt
fand.
1. Vorsitzender, Landrat Michael Busch konnte eine stattliche Zahl
interessierter Garten- und Naturfreunde begrüßen, die
bei bestem Gartenwetter die Möglichkeit wahrnahmen, sich in
lockerer Atmosphäre über die aktuellen Erfahrungen aus
dem Lehrgarten informieren zu lassen und das fachliche, künstlerische
und musikalische Rahmenprogramm zu genießen. Besonders erfreut
zeigte er sich, dass der „Coburger Obstsalat“, vertreten
durch die „Frechen Früchtchen“ aus Wiesenfeld und
die „Sockentaler Mistkäfer“ aus Gestungshausen,
so zahlreich vertreten war. Lobende Worte fand Landrat Michael Busch
für die Schülerinnen des Alexandrinums für ihre künstlerischen
Exponate im Lehrgarten, sowie allen Helferinnen und Helfern, die
zum Gelingen des Sommerfestes mit beigetragen haben. Sein besonderer
Dank galt der Sparkasse Coburg Lichtenfels, ohne deren finanzielle
Unterstützung man die musikalischen Leckerbissen am Abend nicht
hätte servieren können. Dass sich der Obstlehrgarten zu
einem gut besuchtem highlight der Gartenkultur im oberfränkischen
Raum erwickelt hat, freute den 1. Vorsitzenden besonders.
In seinem fachlichen Rundgang durch den Obstlehrgarten, der von
einer großen Schar von Gartenfreunden begleitet wurde, berichtete
Kreisfachberater Thomas Neder aus dem reichhaltigen Fundus an Erfahrungen
mit den mittlerweile über 220 Sorten im Lehrgarten. Ganz besonders
gut entwickelt hätten sich z. B. die Apfelspindeln mit schorfresistenten
Sorten auf der Unterlage M 27, die auch in kleinsten Gärten
Platz hätten. Bei sachgemäßer Pflege würden
sie regelmäßig in guter Qualität fruchten, ohne
jedes 2. Jahr zu pausieren. Resi, Reglindis, Rewena, Ariwa und Co
seien auf jeden Fall eine gute Wahl für den biologischen Apfelanbau
im Hausgarten. Sehr interessant sei auch die Erziehung von Johannisbeeren
als 3-Ast oder 1-Ast Spindel, von deren reichen Fruchtbehang die
Besucher schier begeistert waren. „Hier zeigt, sich, dass
man auch mit Johannisbeeren wunderbar gestalten kann“, so
Neder. Das Moorbeet im Zentrum der Anlage habe sich seit der Anlage
des Gartens bestens bewährt und liefere Cranberries, Heidelbeeren
und Preiselbeeren in guter Qualität. Einen besonderen Tipp
hatte der Kreisfachberater auch für Liebhaber leckerer Sommerhimbeeren.
Hier empfahl Neder bei schweren Böden die Anlage von Dämmen
um der gefürchteten Wurzelfäule entgegen zu wirken. Kostproben
gab es von Stachelbeeren ohne Stacheln, dem zur Zeit reifenden Frühapfel
Piros und von den exotischen Weinbeeren und Dorman Red. Wie man
aus Johannisbeeren leicht schöne Stämmchen ziehen kann,
zeigte der Kreisfachberater in einer praktischen Vorführung.
Schnuppern durfte man auch an frischem Rasen-Bokashi, das sich hervorragend
zum Mulchen unter Obstgehölzen eignet und mit Hilfe effektiver
Mikroorganismen hergestellt wird.
Für Kunst im Lehrgarten sorgten die Schülerinnen der
11. Klasse des Coburger Alexandrinums. Zusammen mit ihrem Kunstlehrer
Hannes Zips hatten sie unter dem Motto: „Kunst eintopfen“
eine ganze Reihe exotischer Pflanzenfantasien Gestalt und Form verliehen.
„Philippinische Schirmblume“, „Stachelfalle“
oder „Tempelbaumblume“ lauteten einige der Themen unter
denen die Exponate auch noch in den nächsten Tagen bewundert
werden können.
Mit viel Engagement erklärte Jakob Scherer den jungen Bienenfreunden,
worauf es bei der Bienenhaltung ankomme, welche immense Bedeutung
die Honigbiene für die Bestäubung der Obstgehölze
habe und welche leckeren und gesunden Produkte der Imker von Honig,
über Propolis und Wachs aus dem Bienenstock „ernten“
könne.
An der neuen Insektennistwand berichtete Gerold Schlosser aus seinem
reichen Erfahrungsschatz über einfache aber wirkungsvolle Möglichkeiten
zur Förderung von Wildbienen, Hummeln und Co, welche die Arbeit
der Honigbienen auf ideale Weise ergänzten. Zahlreiche Varianten
von Nistkästen und mitgebrachte Nester verschiedener Vogelarten
vermittelten den Besuchern hervorragendes Anschauungsmaterial, das
interessiert in Augenschein genommen wurde.
Musik vom Feinsten servierte zum Ausklang ein Quintett der Bamberger
Symphoniker. Auf dem Programm standen Werke von Anton Reicha, Claude
Debussy und W.A. Mozart. Hier stellten Barbara Bode (Oboe) Uli Biersack
(Flöte), Günther Forstmeier (Klarinette), Alexei Tkachuk
(Fagott) und William Tuttle (Horn) ihr großes instrumentales
Können unter Beweis.
Die nächste Veranstaltung am Obstlehrgarten findet mit der
Coburger Weinlese am 1. Oktober um Uhr statt. Am 18. September fährt
der Kreisverband zur Landesgartenschau. Anmeldungen sind noch bei
der Geschäftsstelle des Kreisverbandes am LRA Coburg möglich.
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