Tomatenkultur auf den Kopf gestellt
 

(TN) Tomatenanbau im Gewächshaus, im Frühbeetkasten oder auch im Container sind das, was man von einer konventionellen Tomatenkultur bei uns kennt. Eine Entwicklung, welche die bekannte Tomatenkultur im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf stellt, ist eine Kulturvariante, bei der die Tomate hängend nach unten wächst. Im angloamerikanischen Raum ist dieses System unter „Topsy turvy gardening“ oder „Upside down gardening“ bekannt. Das System wird dort auch für andere Pflanze, wie Petunien oder Kräuter angeboten.

Je nach System des Herstellers wird der Pflanzballen der junge Tomatenpflanze von unten in einen hängenden Korb oder Container gesteckt. Das Loch an der Basis wird mit einem Schwamm etc. als Dichtung verschlossen. Anschließend wird der Behälter vorsichtig mit aufgedüngter Erde gefüllt. Erlaubt es die Konstruktion des hängenden Containers, können oben und an der Seite weitere Pflanzen oder auch verschiedene Kräuter eingesetzt werden. Gegossen wird von oben. Durch die Schwerkraft sickert das Wasser mit den Nährstoffen langsam noch unten. Je nach Variante kann problemlos auch ein automatisches Bewässerungssystem angeschlossen werden. Manche Anbieter bieten auch ein integriertes Wasserreservoir mit an. Das Kultursystem wird mittels Haken an einem Holzbalken einer Wand oder einem Rohr etc. befestigt.

Diese Form der Tomatenkultur eignet gut für das Gärtnern bei begrenztem Standraum auf einem Balkon, einer Terrasse oder an einem Zaun. Das übliche Fest- und Hochbinden der Tomate entfällt. Probleme mit bodenbürtigen Krankheiten können bei dieser Kulturform reduziert werden.

 
 
Auch wenn es etwas gewöhnungsbedürftig ist, funktioniert die auf den Kopf gestellte Tomatenkultur sehr gut.
Foto: Neder