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Bunte Himbeeren
(TN) Jetzt ist es wieder soweit. Die ersten leckeren Himbeeren
reifen. Die Himbeere gilt wegen ihres hervorragenden Geschmacks
als „Königin unter den Beeren“. Gerade die moderne
Ernährungslehre hat das leckere Beerenobst wegen seines hohen
Gehalts an Ellagsäure wieder in den Fokus einer gesunden Ernährung
gerückt. Unter allen sekundären Pflanzeninhaltsstoffen,
die im Beerenobst enthalten sind, gilt Ellagsäure als Bestandteil
mit der größten Krebs hemmenden Wirkung. Himbeeren sind
darüber hinaus reich an Ballast- und Mineralstoffen (vor allem
Kalium, Magnesium, Mangan und Eisen) und enthalten viele weitere
gesundheitsfördernde Flavanoide und Anthocyane.
Einteilung
Je nach Fruchtbildung unterteilt man sie in zwei Gruppen: Sommerhimbeeren
und Herbsthimbeeren.
Bei den Sommerhimbeeren erstreckt sich die Entwicklung von der
Jungrute bis zur Blüte über zwei Jahre. Im ersten Jahr
bilden sich aus den flachstreichenden Wurzeln oder aus dem Wurzelhals
neue Triebe. Ab dem Spätsommer, wenn das Längenwachstum
nachlässt, bilden sich in den Blattachselknospen die Blütenanlagen
für das kommende Jahr. Nach der Blüte und Ernte im darauf
folgenden Jahr sterben die Ruten ab und werden dicht über der
Erde zurückgeschnitten.
Bei den remontierenden Herbstsorten erfolgt die Blütenbildung
bereits im ersten Jahr, je nach Sorte ab Mitte Juli bis August.
Die Ernte erfolgt oft bis zum Ende der Vegetationsperiode. Herbsthimbeeren
nehmen im Sortiment stark zu, da die Kultur der Sommerhimbeeren
wegen der sog. Rutenkrankheit und der Wurzelfäule zunehmend
Probleme bereitet. Herbsthimbeeren gelten als robuster gegen die
typischen Himbeerkrankheiten. Dennoch versagen auch sie auf schweren,
schlechten Himbeerböden oft nach einigen Jahren. Die Früchte
der Herbsthimbeeren sind in der Regel madenfrei.
Um das Problem der Rutenkrankheiten zu umgehen, bietet sich die
Kultur von Herbsthimbeeren an. Sie werden einjährig kultiviert.
Die Ruten werdennach der Ernte vollständig abgeschnitten, wodurch
eine Verbreitung der oberirdischen Pilzkrankheiten relativ gut unterbunden
werden kann.
Robuste Herbsthimbeeren
Neu bei den herbsttragenden Himbeeren ist die einfache Beetkultur.
Nach der Ernte im Herbst werden hier alle Ruten bis zum Boden zurückgeschnitten.
Die Pflanzen bauen sich im Laufe des folgenden Jahres wieder auf
und fruchten im Spätsommer-Herbst. Bei der Beetkultur reicht
als Einfassung eine seitliche Begrenzung in etwa 80 bis 100 cm.
Alternativ kann man auch ein weitmaschiges Gitter über die
Pflanzen legen, das mit zunehmender Wuchshöhe nach oben mit
gezogen wird. Hier sieht das Ganze dann etwas geordneter aus und
die Pflanzen stehen auch nach stärkeren Niederschlägen
und bei starkem Fruchtansatz stabil. Die Ruten mancher Herbstsorten
sind so stabil, dass sie keine Hilfen benötigen.
Sortenspiegel
Robuste Sorten bei Sommerhimbeeren sind z.B. `Weirula`, `Rubaca`
oder `Sanibelle`. Bei den Herbsthimbeeren sind Sorten wie `Autumn
Bliss` oder `Golden Bliss` nach wie vor Klassiker. Zu den neuen
Favoriten zählen die großfruchtige `Pokusa` oder die
hellrote `Himbotop`.
Ein echter Hingucker sind schwarze Himbeeren. Hier stehen mit der
stark wachsenden Wildart `Black Juwel` oder der ähnlichen Bristol
zwei interessante Sorten zur Verfügung.
Ganz im Trend sind auch bunte Himbeeren wie die apricot farbene
`Valentina` oder die gelb-orange farbene Sorte `Lumina`.
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