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(TN) Zeitgleich zu den Sommerhimbeeren und den Stachelbeeren reifen
jetzt im Garten die Johannisbeeren. Neben schwarzen, roten und weißen-goldenen
Sorten sind jetzt auch rose-farbene Auslesen wie die Sorte `Rosalinn`
im Trend.
Standort
Die Ansprüche von Johannisbeeren an den Boden sind bescheiden.
Humose nährstoffreiche Böden eignen sich am besten. Gute
Fruchtqualität wird nur in vollsonniger Lage erreicht. Wegen
der flach streichenden Wurzeln sollte keine Bodenbearbeitung unter
den Pflanzen durchgeführt werden. Eine dünne organische
Mulchdecke ist von Vorteil. Sie unterdrückt auflaufendes Unkraut
und hält den Boden länger feucht.
Erziehung
Johannisbeeren kann man auf vielerlei Arten erziehen. Klassisch
als Busch mit 8-10 kräftigen Trieben, die man nur zwischen
1-4 Jahren alt werden lässt, damit der Strauch nicht vergreist
oder als Fuß- oder Hochstamm. In der Regel sind Hochstämme
in Kronenhöhe auf der Unterlage Ribes aureum veredelt. Zur
Standfestigkeit sind ein Pfahl und idealerweise auch Auflagen für
das Fruchtholz sinnvoll. Nachteilig bei veredelten Stämmchen
sind die zahlreichen Wurzelschosser, die aus der Unterlage entspringen.
Will man dies vermeiden, kann man Hochstämmchen auch leicht
aus Grünstecklingen selbst ziehen. Hiermit umgeht man auch
das Problem der schnell alternden Veredlungsstelle, die zudem bei
großer Belastung leicht bricht.
Neu ist die auch gestalterisch sehr ansprechende Erziehung als
1 oder 3 triebige Hecke. Bei dieser Erziehung werden jeweils nur
ein oder drei Triebe der Pflanze belassen und in einer Ebene vertikal
bzw. schräg in die Höhe gezogen. Diese Gerüsttriebe
sollten max. 5 Jahre alt werden. Das Seitenholz wird kurz gehalten.
Die 1 oder 3 triebige Hecke stellt die intensivste Form des Anbaus
dar. Sie liefert höhere Ernte, sichert eine gleichmäßigere
Reife und garantiert eine bessere Qualität.
Schnitt
Der Schnitt erfolgt am besten nach der Ernte. Ein jährlicher
Instandhaltungsschnitt fördert die kräftigen Basistriebe.
Schwache Jungtriebe und dunkle Alttriebe sollten bodengleich entfernt
werden.
Sortenwahl
Das Sortiment ist reichhaltig. Man hat die Wahl zwischen roten,
schwarzen, weißen, und seit einigen Jahren auch rosa Sorten.
Die meisten Sorten sind selbstfruchtbar. Eine Fremdbestäubung
durch andere Sorten steigert den Ertrag. Die Sortenwahl ist mittlerweile
immens. Bei den schwarzen Sorten besticht z. B. die großfruchtige
und mild schmeckende Sorte `Bona`, bei den weißen die fruchtige
und reich tragende Sorte `Primus`. Bei den roten Sorten erscheint
die robuste neuere Sorte `Detvan` vielversprechend. Ein highlight
etwas anderer Art ist rosa –farbene Sorte `Rosalinn`. Sie
ist wegen ihrer außergewöhnlichen Farbe ein echter Hingucker.
Gesundheitlicher Wert
Johannisbeeren sind reich an Vitamin C und E, sowie Quercitin
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