Knallrot leuchtet der Klatschmohn
 

(TN) Dass der vom Menschen geprägte Begriff „Unkraut“ oftmals allzu negativ besetzt ist und nur eine subjektive Empfindung darstellt, zeigt dieses brachliegende Feld mit einem Blütenmeer an knallrot leuchtenden Mohn (Papaver rhoeas). Schon von weitem zieht das Knallrot die Blicke auf sich und leuchtet wohltuend aus der „gemaßregelten“ Kulturlandschaft. Schötchen des fruchtenden Ackerhellerkrautes und der blau blühenden Phazelia garnieren floristisch das ausdrucksvolle Blütengemälde, das etwas an die bunten Felder von früher und die Gemälde van Goghs erinnert.

Der Klatschmohn ist ein "Altbürger" und seit der Jungsteinzeit ein Kulturbegleiter menschlicher Siedlungen. Durch die moderne Landwirtschaft ist er sehr stark zurückgegangen, tritt aber in Mengen auf offenerdigen Böschungen oder brach liegenden Feldern auf. Er wächst an stickstoffreichen Standorten und zählt zur Klassencharakterart der Getreide-Beikrautfluren.

 




Fotos: Thomas Neder