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(TN) Dass der vom Menschen geprägte Begriff „Unkraut“
oftmals allzu negativ besetzt ist und nur eine subjektive Empfindung
darstellt, zeigt dieses brachliegende Feld mit einem Blütenmeer
an knallrot leuchtenden Mohn (Papaver rhoeas). Schon von weitem
zieht das Knallrot die Blicke auf sich und leuchtet wohltuend aus
der „gemaßregelten“ Kulturlandschaft. Schötchen
des fruchtenden Ackerhellerkrautes und der blau blühenden Phazelia
garnieren floristisch das ausdrucksvolle Blütengemälde,
das etwas an die bunten Felder von früher und die Gemälde
van Goghs erinnert.
Der Klatschmohn ist ein "Altbürger" und seit der
Jungsteinzeit ein Kulturbegleiter menschlicher Siedlungen. Durch
die moderne Landwirtschaft ist er sehr stark zurückgegangen,
tritt aber in Mengen auf offenerdigen Böschungen oder brach
liegenden Feldern auf. Er wächst an stickstoffreichen Standorten
und zählt zur Klassencharakterart der Getreide-Beikrautfluren.
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