Multitalent Obstbaum
 

(TN) Keinen Vergleich mit Ziergehölzen braucht die Blütenpracht des heimischen Apfelbaums zu scheuen. Als unverwechselbarer Teil fränkischer Kulturlandschaft setzen blühende Obstbäume jetzt im Wonnemonat Mai leuchtende Blütenakzente, sei es als Teile größerer Obstbaumwiesen oder als stolze Solitärbäume inmitten intensiv genutzter Agrarlandschaft.

Alte Obstwiesen mit Astlöchern sind Lebensräume für scheue Kleinsäuger wie Haselmaus oder Siebenschläfer, ernähren im Frühling Honig- und Wildbienen, sind Heimat für Amsel, Drossel, Fink und Star und decken zur Erntezeit den Tisch für bunte Gaukler, wie Pfauenauge und Admiral. Auch als Naherholungsgebiete im direkten Umfeld der Siedlungen gewinnen sie gerade jetzt zur Blütezeit wieder an Bedeutung und Aufmerksamkeit. Obstbäume haben nicht nur vielfältige ökologische und ästhetische Funktionen. Sie wirken in klimatischer Hinsicht z. B. als Windbremse, verbessern das Kleinklima oder schützen mit ihrem Wurzelsystem Hänge vor Erosion.

Nicht zu vergessen ist ihre Bedeutung als Lieferant frischer Sommer-, Herbst- und Winteräpfel direkt vor der Haustüre. Äpfel aus heimischen Streuobstwiesen müssen im Gegensatz zu Importware, nicht erst viele Hundert oder Tausend km quer durch Europa transportiert werden, sondern wachsen als hochwertige Bioware direkt vor der Haustüre. Die Geschmacksnoten und Verwertungsmöglichkeiten sind im Gegensatz zu den gängigen Handelssorten vielfältiger und breitgefächerter, auch wenn die eine oder andere Sorte manchmal ihren eigenen Charakter hat, den man durch eine passende Verwertungsvariante oft erst zu schätzen lernen muss.

 
Als unverwechselbarer Teil fränkischer Kulturlandschaft setzen blühende Obstbäume jetzt im Wonnemonat Mai leuchtende Blütenakzente.

 

Fotos: Thomas Neder