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(TN) Der Bärlauch (Allium ursinum) ist nicht nur ein hübsch
blühender Frühlingsgeophyt für den Gehölzrand
im Garten, sondern auch eine würzige Wildpflanze für die
Küche. Botanisch ist er mit der Zwiebel, dem Knoblauch und
dem Schnittlauch verwandt. Der englische Name „bears garlic“
soll daher kommen, dass Bären nach dem Winterschlaf mit Vorliebe
die Blätter der auch als Waldknoblauch bezeichneten Staude
fressen.
Nur kurz ist die Bärlauchsaison. Nach dem Winter spitzen die
Blätter schon im Februar/ März aus dem Boden. Die weiße
Doldenblüte im April/ Mai markiert den Höhepunkt der Entwicklung.
Mit der Blüte endet auch die Erntezeit der Blätter. Ende
Mai ist vom ganzen Spektakel schon fast nichts mehr zu sehen. Die
Pflanze zieht als typischer Frühlingsgeophyt dann schnell wieder
ein.
Bärlauch war schon den Kelten und Germanen als Heil- und Nutzpflanze
bestens bekannt. Vielfach wurden Überreste in der Nähe
bis zu 5000 Jahre alter Siedlungen gefunden. Typisch für den
Bärlauch sind die sog. Lauchöle. Auch der Gehalt an Schwefel
ist im Vergleich zum Knoblauch sehr hoch.
Als Gewürz-, Gemüse- und Heilpflanze erlebt der Bärlauch
seit einigen Jahren wieder eine Renaissance. Die Pflanze ist zwar
im Ganzen essbar, doch werden vor allem die Blätter als Gewürz
oder Gemüse in der Frühjahrsküche verwendet. Besonders
roh, z.B. kleingeschnitten unter Salate etc. gemischt, bleibt der
hohe Vitamin C Gehalt und die wertvollen Schwefelverbindungen erhalten.
Vorsicht beim Sammeln in der freien Natur: Die Blätter können
mit denen von Maiglöckchen, Aronstab oder Herbstzeitlose verwechselt
werden, von denen alle giftig sind.
Wer Bärlauch im Garten dauerhaft ansieden will, sollte sich
die Natur zum Vorbild nehmen. Für eine Ansiedlung bieten sich
vor allem lockere Gehölzbestände an, unter denen das Laub
liegen bleiben durfte und darf. Am besten hat es schon im Laufe
der Jahre eine entsprechende Humusauflage gebildet. Herab fallendes
Laub, schützt in der kalten Jahreszeit die empfindlichen Überwinterungsorgane
und liefert durch allmählichen Zerfall eine langsam fließende,
mild wirkende Nährstoffquelle. Eine natürliche Laubschicht
verhindert in der kurzen Vegetationsperiode ein Austrocknen des
Bodens.
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