Fraßschäden an Apfelbäumen
 

(ede) Tauchte während der letzten Winterjahre das Problem von Verbiss-Schäden an ungeschützten Apfelhochstämmen in der freien Landschaft nur sporadisch auf, wurde man in diesem kalten und langen Winter wieder eines besseren belehrt. Vor allem in den schneereichen Höhenlagen wurde an vielen jungen Apfelbäumen die Rinde von Hase und Co bis in 1m Höhe akribisch abgeschält. Sind alle Leitungsbahnen zwischen Rinde und Holzteil gekappt, ist der Ausfall der jungen Bäume vorprogrammiert. Ein ausreichend hoher Verbiss-Schutz ist bis ins Alter von 10-15 Jahren nach wie vor zweckmäßig und sinnvoll. Die handelsüblichen Fraßschutzmanschetten wirken nicht nur gegen die hungrigen Vierbeiner, sondern fungieren auch als Schutz vor Mähschäden und Frostrissen.

Das früher bei Fraßschäden häufig eingesetzte Hausmittel aus einer Mischung von Lehm und Kuhmist, das dick um die Wunden aufgetragen und mit einem Verband aus Sackleinen bandagiert wurde, vermag zwar bei kleineren Verletzungen durchaus eine positive Wirkung entfalten, kann bei derart heftigen Schäden aber auch keine Wunder vollbringen.


 
Foto: Thomas Neder