Gartentipps für den Monat November
 
Herbsthimbeeren einfach in der Kultur
(TN) Wem die etwas arbeitsaufwendige Kultur von Herbsthimbeeren am Drahtrahmen zu viel Arbeit macht, kann auf den Anbau von. Herbsthimbeeren ausweichen. Herbsthimbeeren werden frei wachsend auf normalen Beeten kultiviert und können jetzt nach der Ernte stummelfrei bis auf den Boden zurückgeschnitten werden. Eine andere Alternative besteht darin, nur die Spitzen etwas einzukürzen. Die Himbeeren tragen dann im nächsten Sommer im unteren Teil der alten Ruten und im Herbst an den Spitzen der neuen Triebe. Neben alt bewährten Sorten, wie `Autumn Bliss` und `Golden Bliss` zählen momentan Sorten wie `Polka`,`Himbotop, `Autumn Best` oder `Golden Queen` zu den neuen Stars unter den Herbsthimbeeren.
Auch wenn Herbsthimbeeren als robust angepriesen werden und in der Kultur weniger Probleme als Sommerhimbeeren bereiten, sollte auf einen durchlässigen Boden geachtete werden. Bei schweren Böden empfiehlt sich wie im Obstlehrgarten des Kreisverbandes am Landratsamt in Coburg demonstriert, die Anlage eines Hügelbeetes.

Winterschutz bei Brombeeren
Abgetragene Brombeerruten können im Herbst oder im Frühjahr zurückgenommen werden. In den letzten harten Wintern hat es sich aber gezeigt, dass viele moderne Sorten, von denen eine ganze Reihe aus dem wintermilden England oder Schottland kommen, bei großer Winterkälte Frostschäden erleiden. Aus diesem Grund macht es deshalb durchaus Sinn, die alten Ruten bis zum Frühjahr an den Pflanzen zu belassen und erst im Frühjahr zurückzuschneiden. Auch ein zusätzlicher Winterschutz aus Fichtenreisig macht in diesem Zusammenhang durchaus Sinn. Als über die Jahre frosthart haben sich im Lehrgarten z.B. die alte Sorten `Theodor Reimers` und großfruchtige Spätsorte `Chester Thornless` erwiesen.

Der Herbst, die ideale Pflanzzeit
Solange der Boden nicht gefroren ist, können Gehölze und Sträucher gepflanzt werden. Containerpflanzen werden so tief gesetzt, wie es der Rand der Container erkennen lässt. Ein Angießen ist auch jetzt im Herbst sinnvoll. Weniger um den Durst der Pflanzen zu löschen, als durch die Pflanzung und das Auffüllen entstandene Hohlräume um die Pflanzen wieder „einzuschlämmen“ Hierdurch wird der notwendige Wurzelkontakt zum umgebenden Erdreich zu gewährleistet. Wurzelnackte Pflanzware wird für einige Stunden in Wasser gestellt um den Trockenstress der Pflanzen auszugleichen. Von den Wurzeln werden nur verletzte Teile sauber angeschnitten. Je mehr Wurzeln intakt bleiben, desto besser wächst die Pflanze an. Auf schweren Böden erhalten Neupflanzungen ein ausreichend großes Pflanzloch, das mit Sand oder strukturstabilisierenden Zuschlagsstoffen wie Lavalit, aufgelockert wird. Ist der Boden noch mit über 4 Grad C ausreichend warm, wachsen Wurzeln auch im Herbst weiter und verschaffen sich somit gegenüber einer Frühjahrspflanzung einen kleinen Wachstumsvorsprung.

Stimmungsbilder mit fruchtenden Ziersträuchern
Wer bunte Herbstbilder in seiner Gehölzhecke erzielen will, kommt um fruchttragende Sträucher nicht herum. Ganz ungewöhnlich aber sehr wirkungsvoll sind die violetten Fruchtstände des Liebesperlenstrauches. Er möchte aber lieber alleine, sprich solitär stehen. Mit leuchtenden Früchten, die auch den Vögeln gut schmecken, wertet der immergrüne Feuerdorn. Gartenpartien auf. Bei der Auswahl sollte man vor allem auf Sorten zurückgreifen, die robust gegen Schorf sind. Er lässt sich entweder freistehend oder auch geschnitten an der Hauswand erziehen. Zieräpfel wirken nicht nur dekorativ, sondern spielen auch als Befruchter des Kulturapfels eine wichtige Rolle. Interessante Fruchtsorten sind z.B. `Red Sentinel` (Frucht rot), `Van Eseltine` (Frucht gelb-rotbackig) oder `Professor Sprenger` (Frucht orangefarben).

Stauden - auch im Winter wirkungsvoll
Auch die Samenstände zahlreicher Stauden, wie Wieseniris oder Brandkraut sind wunderschöne Strukturelemente, die bis weit in den Winter wirken. Genauso wirkungsvoll sind Gräser wie Reitgras, Pfeiffengras, Diamantgras oder Atlasschwingel. Ihre vertrockneten Halme sind viel zu wirkungsvoll um bereits jetzt abgeschnitten zu werden.

 

Die Blüten der Englischen Rosen `Graham Thomas` sind ein leuchtend gelber Juwel im Garten. Im Eismantel der ersten Fröste wirken sie besonders bizarr.

Durch den langen Herbst leuchten die langen Blattwedel des Riesenchinaschilf in diesem Jahr besonders auffällig.

Mit ihrer orange-gelben Farbe geben die kleinen dekorativen Blätter des Japanischen Ahorns auch trüben Novembertagen eine freundliche Note.

HHortensien wirken erstaunlich lange dekorativ. Selbst im Verwelken machen die Blütenstände noch viel her.

Zierkirschen sind nicht nur wegen ihrer Blüten, sondern auch wegen ihrer auffälligen Herbstfärbung so beliebt.


Die Früchte von Zieräpfeln wirken lange dekorativ, werden von Vögeln als Winternahrung geschätzt und können sogar in der Küche verwertet werden.
 
Der Wasserschneeball fällt durch seine weißen hortensienähnlichen Blüten auf. Die Früchte werden von Amseln, Drosseln und Seidenschwänzen geschätzt.
Fotos: Thomas Neder