Fetthenne als Staude des Jahres 2011 gekürt
 

Sie gilt als Pflanze für „faule“ Gärtner, die arten- und facettenreiche Gattung der Fetten Henne oder Sedum, wie sie der Fachmann nennt. Ganz im Zeichen der Zeit, in der das Augenmerk vermehrt auf trockenheitsverträgliche Stauden gerichtet ist, wird die Staude mit den dicken fleischigen Blättern, die als Wasserspeicher dienen, vom Bund deutscher Staudengärtner als Staude des Jahres 2011 gekürt.

Will man ihre Eigenschaften mit einigen Wörtern beschreiben, tauchen Attribute wie Anspruchslosigkeit, Gesundheit, Vielseitigkeit, Schönheit und Lebenskraft immer wieder auf.

Sedum Arten lassen sich sowohl auf dem Dach, in Pflanztrögen, im Steingarten oder auch auf dem Staudenbeet verwenden.

Trotz ihrer Genügsamkeit mögen sie eines überhaupt nicht. Schwere, staunasse Böden. Staunässe führt bei den Pflanzen schnell zu Wurzelfäule und damit unweigerlich zum Ausfall der Pflanzen. Der Boden sollte daher gut durchlässig sein. Notfalls kann man auch auf schlechteren Standorten mit Kies, Sand oder anderen Zuschlagsstoffen gegensteuern.

Die Variabilität ist immens. Während das teppichbildende Goldmoossedum (Sedum sexangulare) nur etwa 5 cm hoch wird und im Juni knallgelb leuchtet, wird die bekannte hohe Fetthenne (Sedum telephium) bis zu 60 cm hoch. Sie lässt sich durch ihr starkes Wachstum daher auch einzeln oder in kleinen Gruppen verwenden. Durch die rostroten bis dunkelrosa Blüten und ihre stabilen Blütenstängel sind sie auch für konventionelle Staudenbeete gut geeignet. Selbst nach der Blüte, wenn die Farben des Sommers verblasst sind, wirken sie daher sehr dekorativ. Besonders in Verbindung mit Rauhreif oder Schnee, sorgen sie auch im Winter für wunderschöne Aspekte auf dem Staudenbeet.

Während manche Arten in der kalten Jahreszeit braun werden und oberirdisch absterben, leuchten Sorten wie `Weihenstephaner Gold` oder `Immergrünchen` auch im Winter frischgrün. Neben bekannten Grüntönen, sind momentan vor allem auch warme Braun- und Rottöne im Trend. Bei den niedrigen Arten leuchtet z. B. die Sorte `Fuldaglut` (Sedum spurium) in einem auffälligen Karminrot .Bei den hohen Arten fällt z.B. `Munsted Dark Red`(Sedum telephium) mit einem ansprechenden Purpurrot auf.

 

Selbst nach der Blüte, wenn die Farben des Sommers verblasst sind, wirken die Blütenstände von Sedum telephium sehr dekorativ.

Sedum Arten lassen sich, je nach Art, sowohl auf dem Dach, in Pflanztrögen, im Steingarten oder auch auf dem Staudenbeet verwenden.


Neben bekannten Grüntönen, sind momentan vor allem auch warme Braun- und Rottöne im Trend.
 
Foto: Neder