Ein Hauch von Frühling liegt in der Luft
 

(TN) Auch wenn die Laubbäume langsam aber sich ihre letzten Blätter verlieren, die leuchtenden Farben im Garten den dezenten Brauntönen weichen und der Winter naht, liegt dennoch ein Hauch von Frühling in der Luft. Dank der milden Temperaturen nach den ersten Frostnächten, steht der duftende Winterschneeball mit seinen weiß-rosa Blüten schon jetzt in vielen Hausgärten in voller Blüte. Auch bei geschlossenen Augen macht er auf sich aufmerksam. Viele Meter weit verströmt er konkurrenzlos seinen intensiven Duft.
Winterblüher unter den Gehölzen weisen häufig eine gestaffelte Blüte auf. Erfriert durch einen Kälteeinbruch ein Teil der Blüte, ist in der folgenden Wärmeperiode schon der nächste Blütenschub auf dem Vormarsch. Die Chancen erfolgreich Samen anzusetzen und somit die Vermehrung zu sichern, sind durch diesen Trick der Natur wesentlich größer. Um Schäden durch Frost und Kälte möglichst klein zu halten, sind warme, windgeschützte Standorte auf warmen Böden von großem Vorteil.

Der duftende Winterschneeball ist ein ansprechender bis zu 3 m groß werdender Blütenstrauch, der zur Blütezeit dicht mit zartrosa Blüten garniert ist. Bekannt ist vor allem die Sorte `Dawn`. Die Blüten ertragen zwar geringe Minusgrade, erfrieren in geöffnetem Zustand bei Kälteeinbrüchen. Milde Perioden bringen dann aber bald wieder neue Blüten zur Entfaltung. Die in Büscheln sitzenden Blüten duften süß und erscheinen je nach Wetterlage in Schüben von Oktober bis April. An den Boden stellt er keine besonderen Ansprüche und ist auch mit halbschattigen Lagen zufrieden. Die Kreuzung aus Viburnum farreri und Viburnum grandiflorum entstand schon 1933 im botanischen Garten in Edinburgh, bzw. in den walisischen Bodnant Gardens. Viburnum farreri wächst in Nordchina und ist besonders als Varietät `Candissima`, einer rein weiß blühenden Form, im Handel.

 


Einen Hauch von Frühling mitten im Herbst zaubert der jetzt blühende Winterschneeball in die Gärten.
Foto: Neder