Regenfleckenkrankheit des Apfels
 

(TN) Bereits im Jahr 1832 wurde der Erreger der Regenfleckenkrankheit erstmals beschrieben. Seit einigen Jahren tritt die Krankheit vor allem im ökologischen Apfelanbau und in Hausgärten, wo auf den Einsatz von Fungiziden verzichtet wird, verstärkt am Apfel auf.

Der grünlich schwarze Belag auf der Oberseite der Äpfel ist nur schlecht abwaschbar oder mechanisch entfernbar. Er wird nicht durch einen Pilz alleine, sondern durch einen pilzlichen Erregerkomplex verursacht. Ähnlich ist die Rußfleckenkrankeit, die oft zusammen mit der sog. Fliegenfleckenkrankheit auftritt. Bei starkem Befall kann die ganze Frucht mit dem dunklen Belag überzogen sein. Die Krankheit wird zwar meist erst zur Erntezeit sichtbar, doch beginnt die Infektion meist schon nach der Blüte. Die weitere Verbreitung erfolgt mittels Wind und Regen.

Schlecht durchlüftete Baumkronen in schattigen Lagen sind besonders betroffen. Vor allem ein feucht-warmer und regenreicher Sommer/Herbst trägt zur Ausbreitung der Krankheit bei.
Ein luftiger Aufbau in Kombination mit einem Sommer- und Winterschnitt und ein kurz Halten des Unterwuchses kann den Befall zumindest etwas reduzieren wenn auch nicht ganz verhindern. Untersuchungen von Instituten zur biologischen Eindämmung der Krankheit laufen zur Zeit.

 


Der grünlich schwarze Belag auf der Oberseite der Äpfel, der durch den Erregerkomplex der Regenfleckenkrankheit verursacht wird, ist nur schlecht abwaschbar oder mechanisch entfernbar.
Foto: Neder