Gartentipps für den Monat Oktober
 

Urgesunder Grün- und Rosenkohl
(TN) Grünkohl und Rosenkohl zählen zum klassischen Wintergemüse aus dem Hausgarten. Wer rechtzeitig an die Pflanzung gedacht hat, kann bis weit in den Winter hinein Vitamine pur und damit Gesundheit aus dem eigenen Garten ernten. Durch den Frost wandelt sich die Stärke in Zucker um und verleiht dem häufig eher gering geschätzten Gemüse jetzt zu Beginn der kalten Jahreszeit erst einen guten Geschmack.

Was die Pflanzeninhaltsstoffe betrifft, so ist Rosenkohl in der „Champions League“ der gesundheitsfördernden Pflanzen anzusiedeln. Unter den bei uns kultivierten Kohlgemüsearten hat er mit Abstand die meisten Glucosinolate – Pflanzeninhaltsstoffen, denen ein großes krebshemmendes Potential zugesprochen wird. Kohl wurde von den Chinesen, Griechen und Römern in erster Linie wegen ihres Nutzens als Heilpflanzen angebaut.

Durch Vliesabdeckung die Ernte verlängern
Wintergemüse, das noch auf den Beeten steht, kann mit einem Vlies abgedeckt werden. Tautropfen, die am Gewebe kondensieren, verwandeln sich bei Frost in eine gut isolierende Schutzschicht, die bis zu 8°C abpuffert. Die Ernte von Mangold, Lauch, Chinakohl, Endivien oder Radicchio kann so einfach nach hinten geschoben werden.

Zeit der nackten Pflanzen
Der Oktober ist die Zeit der „nackten Pflanzen“. Obstgehölze werden auch jetzt noch, trotz der weit verbreiteten Containerkultur, preiswert wurzelnackt angeboten. Da die feinen Haarwurzeln, die für die Wasseraufnahme verantwortlich sind, nicht austrocknen sollten, muss beim Erwerb darauf geachtet werden, dass diese nicht lange der Sonne oder dem Wind ausgesetzt sind. Ein Einstellen in Wasser für einige Stunden vor der Pflanzung kann förderlich sein. Frischer Mist oder Dünger sollten nicht ins Pflanzloch gegeben werden. Ein gutes Angießen ist wichtig um die Hohlräume, die durch das Pflanzen entstanden sind, zu füllen. Vorsicht sollte man bei schweren Böden walten lassen. Hier machen lockernde Zuschlagsstoffe wie Sand oder Lawagranulat Sinn. Ein leichtes Antreten ist hier in Ordnung. Die Pflanzen sollten jedoch nicht „einbetoniert“ werden. Besonders bei Buschobst geht man im Falle einer guten Verzweigung dazu über, sich mit dem Pflanzschnitt etwas zurückzuhalten und die Äste lieber flach zu stellen oder ganz herauszunehmen, wenn sie zu dicht angeordnet sind. Ein Pfahl sorgt in den ersten Jahren für einen guten Stand und verhindert ein locker werden bei Sturm. Sind hungrige Nager in der Nähe, empfiehlt sich auf jeden Fall das Anbringen einer Fraßschutzmanschette. Diese wirkt darüber hinaus als leichte Stammbeschattung während der heißen Monate und dient auch als Anmähschutz.

Dahlien einräumen
Aus ihrem Dornröschenschlaf wieder erwacht sind die Dahlien. Wurden sie eine zeitlang als zu bunt oder auffällig für Hausgärten gesehen, ist man in den letzten Jahren wieder auf den Geschmack gekommen. Das Sortiment ist schier unerschöpflich. Dahlien werden erst eingeräumt, wenn die oberirdischen Teile erfroren sind. Die krautigen Teile werden abgeschnitten und können gut kompostiert werden. Die Knollen nimmt man am besten mit einer Grabgabel hoch und lässt sie vor dem Einräumen an einem luftigen Platz zunächst etwas abtrocknen. Danach wird die Erde etwas ausgeschüttelt, die Pflanzen etikettiert und an einem kühlen dunklen Raum aufbewahrt.

 

Grünkohl und Rosenkohl zählen zum klassischen Wintergemüse aus dem Hausgarten. Wer rechtzeitig an die Pflanzung gedacht hat, kann bis weit in den Winter hinein Vitamine pur und damit Gesundheit aus dem eigenen Garten ernten.

Aus ihrem Dornröschenschlaf wieder erwacht sind die Dahlien. Wurden sie eine zeitlang als zu bunt oder zu auffällig für Hausgärten gesehen, ist man in den letzten Jahren wieder auf den Geschmack gekommen.

Feurig aufleuchten lässt der Wilde Wein Hausfassaden. Jetzt im Oktober ist er eine der auffälligsten Kletterpflanzen.

Klein aber fein schmeckt die vitaminreiche Bayernkiwi. Sie zählt zu den letzten Obstarten, die aus dem Garten geerntet werden können.
 
Herbsthimbeeren können bis weit in den Herbst hinein geerntet werden. Der Anbau ist einfacher als bei Sommerhimbeeren.
   
Fotos: Thomas Neder