Kernbeißer feiern Oktoberfest im Eibenbusch
 

(TN) Er ist wohl der heimlichste der bei uns heimischen Finkenvögel, der Kernbeißer. Obwohl er bisweilen in Parks in größeren Trupps vorkommt, bleibt oft meist nur ein flüchtiger optischer Eindruck des Samenknackers mit dem mächtigen Schnabel. Oft hört man nur sein hohes und scharfes „pix, pix“, mit dem er auf sich aufmerksam macht. Jetzt, wenn an den Eiben in Parks oder größeren Naturgärten die Samen reifen, ist er zusammen mit Buchfinken, Amseln, Kleibern und Eichhörnchen eifrig dabei, sein fruchtiges Herbstmahl gut versteckt im dichten Gezweig zu sich zu nehmen. Knackt er die Eibensamen, klingt es fast so, als würde jemand in der Ferne Popcorn naschen. Sieht man ihn aus den Eiben auffliegen, fällt sein wellenförmiger Flug mit einer kurzen Folge kräftiger Flügelschläge auf. Durch sein massiges Aussehen mit überproportioniertem Kopf und kurzem Schwanz lässt er sich von anderen Finkenarten auch aus der Distanz gut unterscheiden. Etwas näher bekommt man ihn manchmal bei der Vogelfütterung im Winter zu Gesicht, wenn er sich durch die Nahrungsknappheit etwas näher an die Häuser wagt.

 


Foto: Neder