Weinlese im Obstlehrgarten –Gartenfreunde ermitteln ihre persönliche Lieblingstraube
 

(TN) Zahlreiche Gartenfreunde konnte 1.Vorsitzender, Landrat Michael Busch zur 3. Coburger Weinlese am Obstlehrgarten begrüßen. Ziel der Aktion ist es, interessierten Gartenliebhabern eine realistische Einschätzung der im Lehrgarten kultivierten Weinrebsorten zu vermitteln und praxisnahe Empfehlungen für den Anbau im eigenen Garten weiter zu geben. Wegen der langen Standdauer der Weinreben sollte die Sortenwahl sehr gut überlegt sein, so Kreisfachberater Thomas Neder. Die Pflanzung einer x-beliebigen Sorte gehe selten gut und sorge oft für Verdruss. Befall mit Pilzkrankheiten sei häufig die Folge und nähme den Gartenfreunden nicht selten die Freude an der Kultur des Weinstocks am Haus.

„Auch wenn das Coburger Land nicht mit den sonnenverwöhnten Lagen des Main-, Rhein-, oder des Moseltals mithalten kann, ist es an südexponierten Hausspalieren im Raum Coburg durchaus möglich, ohne Pflanzenschutz Wein erfolgreich anzubauen. Eine gute Lage, eine erprobte gegenüber Falschem und Echtem Mehlrau robuste Sorte und eine fachgerechte Erziehung sind hierbei die drei entscheidenden Faktoren“, so der Kreisfachberater. Die Coburger Weinlese solle dabei helfen, die Verbreitung der Reben wieder zu fördern und Mut für den Anbau zu machen.

Da Weinreben, die man kauft natürlich auch schmecken sollen, konnten die Liebhaber der edlen Frucht insgesamt 17 verschiedene Sorten testen um für die Pflanzung im Frühjahr ihren persönlichen Favoriten ermitteln zu können. Mit im Testprogramm dabei waren auch Südtiroler Sorten wie `Sabajone`, `Erdbeer Weiß` und `Isabella Blau`. Diese hatte der Kreisfachberater probeweise aus Italien mitgebracht und im Lehrgarten getestet. Besonders gut schmeckten den Teilnehmern der Coburger Weinlese Sorten wie z. B. die kernlose `Himrod`, die aromatische Sorte `Erdbeere Weiß, die tiefblaue `Isabella Blau` oder die dunkle `Fiorito`. Aber jeder hatte hierbei seinen eigenen ganz besonderen Favoriten.

Kostproben gab es ebenfalls von den zeitgleich mit den Trauben reifenden Bayernkiwis, die trotz ihrer kleinen Größe geschmacklich überzeugen konnten. Auch eine Geleemischung mit der urgesunden Apfelbeere, dem Holunder und der Brombeere konnten die Besucher testen.

Für einen kleinen Imbiss im Anschluss an die Veranstaltung sorgte die Vorstandschaft des GV Gleußen und des OGV Eicha.

 


Foto: Neder