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(TN) Apfelschorf und Fruchtfäule sind auch in diesem Jahr
wieder zwei Krankheiten, die den Äpfeln in Verbindung mit dem
feuchten Wetter stark zugesetzt haben und die Erntequalität
stark beeinträchtigen.
Apfelschorf, eine Pilzerkrankung, die sowohl an Blättern als
auch an Früchten braune flächige Nekrosen verursacht,
lässt sich im naturnahen Hausgarten, in dem man auf konventionelle
chemische Spritzmittel nicht zurückgreifen möchte, am
besten durch die Pflanzung resistenter Sorten vermeiden. In Verbindung
mit schwachen Unterlagen wie M27, M9, oder mittelstarken Unterlagentypen
wie M26, entwickeln sich in nur wenigen Jahren im Vollertrag stehende
Obsthecken. Diese lassen sich auch ohne akrobatische Leiteraktionen
leicht ernten und befriedigen auch im Ertrag.
Robuste Apfelsorten, die sich am Obst- Lehrgarten des Kreisverbandes
Coburg für Gartenbau und Landespflege e.V. vor allem in Verbindung
mit der Unterlage M27 als gut funktionierend erwiesen haben, sind
z. B. bei den Sommersorten `Retina` und bei den Herbstäpfeln
`Rebella`, `Reglindis` oder `Renora`. Bei den Lagersorten konnten
bisher `Topaz`, `Rewena`, `Ariwa` oder die schon ältere Spätsorte
`Florina` überzeugen. Neuere Re-Sorten, Züchtungen aus
Dresden-Pillnitz, gehen geschmacklich eher in die süße
Richtung und sind gut dafür geeignet, auch die jüngeren
Apfelliebhaber anzusprechen.
Apfelsorten, die nicht von Schorf befallen sind, werden in der
Regel auch von der Fruchtfäule weniger stark heimgesucht. Pilzsporen
der Fruchtfäule sind auf kleine Wunden in den Früchten
angewiesen um die dicke Fruchtschale zu überwinden. Verletzungen
oder Risse können sowohl durch den Schorfpilz, Wespenfraß,
Druckstellen oder Einbohrungen durch den Apfelwickler entstehen.
Je weniger Verletzungen an den Früchten vorhanden sind, desto
geringer ist ein Befall durch Fruchtfäulen.
Die Abwehr des Apfelwicklers ist vor allem im Hausgarten eine schwierige
Angelegenheit. Als biologische Varianten stehen momentan der Einsatz
eines Granulosevirus und die Ausbringung einer Schlupfwespe zur
Verfügung. Da die Aktivität des Falters und dessen gefräßiger
Raupe je nach Witterung von Mitte Mai bis Anfang September reicht,
müssen die biologischen Maßnahmen mehrmals wiederholt
werden um einen befriedigenden Erfolg zu erzielen. Hierdurch kann
man den Befall zwar nicht zu 100% vermeiden, wohl aber deutlich
reduzieren. Auch die Kombination beider Varianten ist durchaus sinnvoll.
Eine weitere Möglichkeit, das Auftreten der Fruchtfäule
zu vermeiden, ist das Ausdünnen der Fruchtbüschel bis
auf eine oder zwei Früchte, denn auch durch Druckstellen kann
eine Ausbreitung der Krankheit gefördert werden. Sind befallene
Früchte im Baum oder am Boden, sollten diese nach Möglichkeit
restlos aus der Anlage entfernt werden um das Erregerpotential zu
reduzieren.
Eine weitere vorbeugende Möglichkeit ist ein wiederholter
Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln, wie z. B. Neudovital.
Rund um den Apfel geht es auch bei der Apfelausstellung mit Sortenbestimmung.
Die Veranstaltung, die als Gemeinschaftsprojekt zwischen dem OGV
Elsa und dem KV Coburg für Gartenbau und Landespflege e.V.
durchgeführt wird, findet am Sonntag, 24. Oktober von 10 bis
16 Uhr im Saal des Landgasthofs in Elsa statt. Die Sortenbestimmung
übernimmt der im Kreisverband bereits bestens bekannte Pomologe
Dr. Werner Schuricht aus Jena.
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