Blütenspektakel zum Ende der Gartensaison
 

(TN) Für einen sonnigen und spektakulären Ausklang der Gartensaison 2010 sorgte die Tagesfahrt des Kreisverbandes Coburg für Gartenbau und Landespflege e.V. zur Landesgartenschau in Rosenheim. Zahlreiche Brückenschläge über Mangfall und Inn und die enge Einbeziehung der romantischen Flusslandschaft in das Planungskonzept der Gartenschau unterstrichen eindrucksvoll das Motto der diesjährigen Landesgartenschau, das „auf zu neuen Ufern“ lautet.

Kaum hatte man das Gelände am Mangfallpark betreten, setzte der sog. „Gigantengarten“, eine Pflanzung mit riesenhaften Stauden einen markanten optischen Paukenschlag. Hamalaja- Rhabarber, Wasserdost und Federmohn sorgten für einen ungewohnt wuchtigen, aber passenden Dreiklang an den Ufern der sprudelnden Mangfall.

Blütenrausch und Augenschmaus servierten die großflächigen Beete einjähriger Beet- und Balkonblumen, die nat. auch in Rosenheim nicht fehlen durften. Sie wurden gemäß dem Motto der Gartenschau in großen wellenförmigen Mustern arrangiert. „Bin ganz Ohr“, so lautete ein weiterer ungewöhnlicher Beitrag, der als Duft- und Tastobjekt Blinden die Gartenkultur näher erschließen sollte, aber nat. auch beim breiten Publikum großes Interesse weckte.

Den Themen „Wasser und Schatten“ und „Urlaub zu Hause“ widmeten sich eine Reihe gekonnt durchgeplanter Themengärten und weckten Sehnsüchte und Wünsche für das eigene Gartenparadies. Besonders gefiel der Coburger Reisegruppe auch der Themengarten „Feige und Zitrone –Mediterrane Lebenslust“, der von der Rosenheimer Partnerstadt Lazise am Gardasee unterstützt wurde und eine ungewohnt breite Palette von Feigen, darunter auch frech bunt panaschierte Arten, enthielt. Dank den engagierten und sympathischen Ausführungen der beiden Rosenheimer Führerinnen verging die Zeit im weitläufigen, mosaikartigen Gartenschaugelände wie im Fluge. Das bezaubernde Bergpanorama der Chiemgauer Alpen am Horizont sorgte für zusätzliches Urlaubsflair und für das besondere Etwas der Gartenschau.

Wie Kokons in die Auenlandschaft eingeflochten, luden die Kuppeln mächtiger Bambushäuser zur einer kurzen Ruhepause ein und ließen die vielen optischen Eindrücke nachwirken.

Ein Besuch im sog. Lokschuppen inspirierte zu einer Zeitreise durch die Geschichte der Gewürze. Hier konnte man selbst zum Eroberer werden und schmeckend, riechend und sehend in die Welt der Gewürze eintauchen.

Die nächste Veranstaltung des Kreisverbandes Coburg für Gartenbau und Landespflege e.V. findet mit der Coburger Weinlese am 1.Oktober (ab 14 Uhr) am Obstlehrgarten statt.

 
Fotos: Neder