Die Horngurke – ein sehr wehrhafter, aber dafür schmackhafter Exot im Gemüsegarten
 

(TN) Zu den exotischten Früchten des Gemüsegartens zählen die nur selten in den Hausgärten angebauten Horngurken (Cucumis metuliferus). Die Frucht ist botanisch gesehen eine Riesenbeere und eine besonders wehrhafte dazu. Horny cucumber nennt man sie deshalb in England. Nadelspitze Auswüchse auf der harten Schale geben ihr ein richtig gefährliches Aussehen und machen ihre Verbreitung im Handel nicht ganz einfach, da hierdurch der Transport deutlich erschwert wird. Auch bei der Ernte sollte man sich vor den wehrhaften Früchten in Acht nehmen. Dass die Akzeptanz der Horngurke oder Kiwano im Fachhandel nicht so richtig anläuft, mag auch daran liegen, dass häufig keine ausgereiften, leuchtend orangen, sondern meist nur nachgereifte, weniger schmackhafte, Früchte angeboten werden. Ist die Frucht reif, was in der Regel erst Ende September bis Oktober der Fall ist, schmeckt sie fast melonenartig. Bei rund 10 Grad lässt sich die Frucht wochenlang bis in den Winter lagern.

Auch wenn man sie selten bei uns sieht, ist der Anbau nicht sonderlich schwierig. Samen sind über den gut sortierten Fachhandel beziehbar. Ansprüche an Kulturführung und Boden orientieren sich an den Anbau von Melonen oder Salat-Gurken. Der Pflanzabstand sollte in etwa 100 x 50 cm betragen. Neben einer Kultur im Gewächshaus ist auch ein Anbau im geschützten Kasten möglich. Fühlen sich die Pflanzen wohl, können 10 bis 20 Früchte pro Pflanze geerntet werden. Die Horngurken bilden bis zu 3 m lange Triebe. Man kann sie zwar teppichartig über den Boden wachsen lassen, doch liefert eine Kultur an einer vertikalen Rankhilfe die besseren Früchte. Hierzu lässt man am besten gleich mehrere Triebe an einer Schnur hoch wachsen.

 

Zu den exotischten Früchten des Gemüsegartens zählen die nur selten in den Hausgärten angebauten Horngurken (Cucumis metuliferus).
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