Mächtig, schön und lästig – der japanische Staudenknöterich
 

(TN) Neben dem bekannten Drüsigen oder Indischen Springkraut (Impatiens glandulifera) breitet sich entlang von Bächen und Flüssen oder im Bereich von Bahndämmen vermehrt der stark wachsende Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica oder Reynoutria japonica) aus. Frische nährstoffreiche Böden sind das, was die imposante Staude zu einem guten Gedeihen braucht. Zahlreiche Bestände wachsen zunehmend auch im Coburger Land. Der Staudenknöterich hat durch seinen imposanten Wuchs, mit mächtigen Stängeln und imposanten Blättern und durch seine späte weiße Blüte unbestreitbar seine optischen Qualitäten und wird jetzt im Herbst als Spätblüher noch gerne von den Bienen besucht. Dennoch zählt der Staudenknöterich zu den sog. invasiven Arten, die auch andere heimische Pflanzen verdrängen können. Auch wenn man ihn wieder los werden möchte, ist dies ein ziemlich schwieriges Unterfangen. Bis zu 2m tief reichen die kräftigen regenerationsfreudigen Rhizome in den Boden und überstehen daher auch oberflächige Rodeaktion meist relativ unbeschadet. Untersuchungen haben gezeigt, dass man ihn durch eine Mahd von mindestens acht Schnitten pro Jahr zurückdrängen kann. Auch Versuche mit Schafbeweidung haben ähnliche Ergebnisse gebracht. Wird der Staudenknöterich ausgegraben und der Kompostierung zugeführt, ist sehr sorgfältig und aufwendig zu arbeiten, damit die sehr vitalen Rhizome dieses thermische Verfahren nicht überleben. Gute Erfahrungen wurden mit dem Verbau von sog. Weidenspreitanlagen an Flussufern gemacht. Nach dem Austrieb verhindern die Weiden das Nachwachsen von Fallopia und dienen zugleich dem Hochwasserschutz.

 
Fotos: Neder